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Kooperation mit den Stadtwerken Hameln und Schaumburg-Lippe bereits bei Trinkwasser und Trinkwasserschutz

Peterson: Fusion mit Hameln zurzeit kein Thema

Rinteln (wm). Auch Rintelns Stadtwerkechef Jürgen Peterson hat die Schlagzeile "Ein neuer Energieversorger für das Weserbergland?" am Dienstag in unserer Zeitung gelesen und verfolgt das Projekt der Stadtwerke Hameln, die eine neue Gesellschaft gründen wollen, mit Interesse.

veröffentlicht am 08.02.2008 um 00:00 Uhr

Jürgen Peterson

Peterson machte in einem Telefongespräch allerdings deutlich, dass sich die Situation in Hameln-Pyrmont nicht mit Rinteln, auch nicht mit dem Landkreis Schaumburg, vergleichen ließe. In Hameln gehe es unter anderem darum, ein Stromnetz zu übernehmen, ein Punkt, der in Rinteln abgehakt sei. In Rinteln haben die Stadtwerke in Etappendas Stromnetz von Wesertal übernommen, ein Projekt, das 2006 abschlossen wurde. Auch die Frage einer Beteiligung an einem Großkraftwerk, wie in Hameln diskutiert wird, stelle sich in Rinteln nicht mehr. Peterson: "Wir haben das Thema bereits ausführlich im Aufsichtsrat wie in der Geschäftsleitung diskutiert, als eine Beteiligung am Kohlekraftwerk Herne V angedacht war. Aufsichtsrat wie Geschäftsleitung haben sich dagegen entschieden." Beide Gremien, so Peterson, halten es für besser, in Projekte vor Ort zu investieren und regenerative Energien zu fördern - aktuelles Beispiel hierfür ist das im Vorjahr ans Netz gegangene Blockheizkraftwerk an der Kläranlage, das mit Klärgas betrieben wird. Der Industriekonzern Evonik wirdübrigens vorerst keinen neuen Kraftwerksblock in Herne bauen. Die Evonik GmbH Essen hatte im letzten Jahr bekannt gegeben, mit 28 kommunalen Energieversorgungsunternehmen Vorverträge über Beteiligungen am neuen Steinkohle-Kraftwerksblock Herne V und langfristige Stromlieferungen geschlossen zu haben. Danach ist Herne V "auf Eis gelegt" worden, weil man "wirtschaftliche Risiken" vor dem Hintergrund der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Versteigerung von CO 2 -Zertifikaten auch für Neuanlagen sehe, so die offizielle Mitteilung des Unternehmens. Selbstverständlich, so Peterson, werde man die Entwicklung in Hameln weiter verfolgen und sich weiteren Kooperationen nicht von vornherein verschließen. Aber eine gesellschaftsrechtliche Fusion sei zurzeit kein Thema. Kooperationen, so Peterson, gebe es bereits mit den Stadtwerken Hameln (und Schaumburg-Lippe) auf anderen Feldern, so beim Trinkwasser wie Trinkwasserschutz. Und beim Thema regenerative Energien, die ausdrücklich auch von der neuen Gesellschaft gefördert werden sollen, seien die Stadtwerke Rinteln schon lange aktiv. Peterson bilanzierte: In Rinteln gebe es derzeit zehn Blockheizkraftwerke, davon acht privat betriebene. 95 privat betriebene Photovoltaik-anlagen speisen Strom ein, darunter die Anlagen der Solargemeinschaft Rinteln GbR. Weiterhin erzeugen zwei Biogasanlagen sowie eine Windkraft- und eine Wasserkraftanlage Strom bzw. Wärme vor Ort. Insgesamt werden damit rund 5,2 Millionen Kilowattstunden Strom in Rinteln erzeugt. Was in etwa dem Bedarf von 1300 Haushalten entspricht



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