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Zurück in die wilden Sechziger: Alte Hippies, Revoluzzer und Punks für Schulprojekt gesucht

Pestalozzischüler auf haariger Spurensuche

Rinteln (ur). Kaum eine pädagogische Einrichtung in Rinteln nimmt an so vielen außerschulischen Wettbewerben teil wie die Pestalozzischule - und immer wieder haben die Schülerinnen und Schüler dabei vordere oder gar erste Plätze belegt.

veröffentlicht am 12.09.2008 um 00:00 Uhr

Pestalozzischüler suchen haarige Bilder, wie zum Beispiel von 68

Jetzt fühlt sich die 10. Klasse von Heinz Hering herausgefordert durch einen Wettbewerb zur politischen Bildung, der von der zuständigen Bundeszentrale ausgeschrieben ist und das Thema "Haarsträubend - Geschichten rund um das Haar" behandelt. Schließlich kann der Kopfschmuck durchaus eine haarige Angelegenheit sein - wer erinnert sich denn heute noch daran, dass sich in den wilden sechziger Jahren die Geister schieden an der Frage "kurz" oder "lang" und die Mähne zum Sinnbild von Auflehnung und Willen zur gesellschaftlichen Veränderung wurde. Ganze Familienfeiern konnten sich an diesem Symbol des "Gammlertums" entzweien und beim Grenzübergang waren die Langhaarigen allemal verdächtig und genossen die besondere Aufmerksamkeit der Beamten. Ähnlich erging es ein bis zwei Jahrzehnte später denen, die sich mit ihrer Haartracht zum Punkertum bekannten - wobei dies Elternhaus, Schule, Betrieb und den Rest der Gesellschaft gleichermaßen alarmierte. Die Pestalozzischüler wollen nun Geschichten und Erinnerungen dazu sammeln von Zeitgenossen dieser haarigen Jugendbewegung - und wie Thomas Hildebrand und Sandra Rindfleisch dazu erklären, bitten sie die Langhaarigen, "Bunten" oder Irokesenträger von damals, sich bei ihnen zu melden: täglich zwischen 8 und 10 unter der Rufnummer (05751) 957622. Oder auch Fotos von sich selber aus dieser Zeit können direkt in der Pestalozzischule am Kerschensteinerweg 1 abgegeben werden.

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