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Anregungen akzeptiert - Bedenken ausgeräumt: Umwelt- und Bauausschuss gibt grünes Licht

Penny kann neuen Getränkemarkt bauen

Rehren (rnk). Einen großen Schritt, Rehren als Nahversorgungszentrum auszubauen und die Attraktivität des Ortes zu erhöhen, haben die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses am Montag unternommen: Einstimmig wurden die während der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans "Schäferhof" eingegangenen Anregungen angenommen und Bedenken ausgeräumt. Damit steht dem Erweiterungswunsch des Penny-Marktes nichts mehr im Weg.

veröffentlicht am 30.11.2006 um 00:00 Uhr

Der Penny-Markt will seinen integrierten Getränkemarkt auslagern

Penny plant, den bestehenen Getränkemarkt aus der eigentlichen Verkaufsfläche auszugliedern und ihn in einem Neubau auf der jetzt als Parkplatz dienenden Teilfläche unterzubringen (wir berichteten). Der Verwaltungsausschuss hat im Februar für die notwendige Bauleitplanung den Aufstellungsbeschluss gefasst, die öffentliche Auslegung hat einen Monat lang bis Mitte Oktober stattgefunden. Die Stellungnahmen werdenüberwiegend berücksichtigt. So weist der Hamelner Geschäftsbereich der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr darauf hin, dass sich das Plangebiet im Bereich der freien Strecke der Landesstraße befindet - und hier gilt eine Bauverbotszone von 20 Metern bis zum Fahrbahnrand. Vorschlag der Hamelner Dependance: sieben Meter Abstand Baugrenze zur Grenze der Landesstraße. Weder Ausschussmitglieder noch Gemeindeverwaltung hatten Einwände. Zu prüfen sei, so hatte as Amt für Zivil- und Katastrophenschutz des Landkreises erklärt, ob für den Löschwasserbedarf, der nicht über die vorhandenen Leitungen sichergestellt werden könne, geeignete Wasserentnahmestellen wie Zisternen herzustellen sei. Das Amt für Denkmalschutz wiederum möchte das mögliche Vorhandensein von archäologischen Bodenfunden in den Bebauungsplan aufgenommen haben. Deutlich grundsätzlicher fiel die Stellungsnahme der Industrie- und Handelskammer Hannover aus. Die Festsetzung der Verkaufsflächenbegrenzung auf 800 Quadratmeter für den Markt und 400 Quadratmeter für den Getränkemarkt auf der Grundlage eines Urteiles des Bundesverwaltungsgerichtes von 1997 werde für unzulässig gehalten. Das geplante Vorhaben wäre demnach nur innerhalb eines Sondergebietes und nicht - wie in Rehren - innerhalb eines Mischgebietes zulässig. Eine Anregung, die von der Gemeinde allerdings verworfen wird. Neuere Rechtsprechungen hätten darauf verwiesen, dass Verkaufsflächen von bis zu 800 Quadratmeter nicht automatisch das Merkmal eines großflächigen Einzelhandels erfüllen würden, der nur innerhalb eines Sondergebietes zulässig sei. Nach Abstimmung mit dem Landkreis Schaumburg würden die räumlich und baulich voneinander getrennten Gebäude, die lediglich gemeinsam die Parkflächen nutzen würden, als zwei selbstständige Einzelhandelsbetriebe betrachtet, so dass die Nutzung in einem Mischgebiet planungsrechtlich zulässig sei.

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