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Pelargonium – very british

Sonderschau vom 20. Juni bis 31. Oktober im Berggarten Hannover

veröffentlicht am 26.06.2014 um 12:20 Uhr

Hannover. Pelargonien, als Sommerblumen für Balkon und Garten weitverbreitet, traten ihren Siegeszug als Zierpflanzen im England des 17. Jahrhunderts an. „Pelargonium – very british“ lautet daher auch der Titel einer Sonderschau mit mehr als 70 Arten und Sorten dieser britischen Leidenschaft im Schmuckhof des Berggartens der Herrenhäuser Gärten in Hannover.

Anlässlich der Niedersächsischen Landesausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron“ zeigt der Berggarten seine vielfältige Sammlung, von klassischen Duftpelargonien über buntlaubige und rosen-blütige bis hin zu modernen Züchtungen für den Balkon. Präsentiert werden rund 500 Pflanzen in großen Terracotta-Gefäßen, ergänzt um Informationstafeln mit Wissenswertem zur Geschichte, Vielfalt und Pflege von Pelargonien. Dabei räumt die Sonderschau auch mit einem gängigen Irrtum auf: Die als Geranien bekannten Sommerblumen sind in Wirklichkeit Pelargonien.

Diese oft fälschlich als Geranien bezeichneten, ausdauernd blühenden Pelargonien sind besonders verbreitet, vor allem als Balkonblumen. Pelargonien haben jedoch wesentlich mehr zu bieten als schöne Blüten: Viele entfachen die Sammelleidenschaft durch ihre bunt gemusterten oder intensiv duftenden Blätter. Duftpelargonien setzen beim Reiben ihrer Blätter Aromen frei, die an Orangen, Zitronen, Schokolade oder Minze, Rosen oder Gummibärchen erinnern. Vorwiegend in Großbritannien dienen die Blätter auch dazu, Speisen und Getränke zu aromatisieren.

Die meisten Pelargonien sind in Südafrika zu Hause. Von den etwa 250 in der Natur vorkommenden Arten sind nur etwa 20 für die Züchtung der beliebten Zierpflanzen verwendet worden. Es sind Arten, die sich bei uns als Sommerblumen eignen und unkompliziert zu pflegen sind. Pelargonien gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse, wie zum Beispiel auch die Gattungen Geranium, Storchschnabel genannt, und Erodium, Reiherschnabel genannt. Allen ist gemein, dass die Form ihrer Früchte an lange Schnäbel erinnert. Der Name „Pelargonie“ leitet sich vom griechischen Wort für Storch (pelargos) ab.

Im Berggarten haben die Pflanzen eine lange Tradition: Schon im 18. Jahrhundert begann man, Pelargonien zu sammeln, und um 1830 ist ein Bestand von 221 Arten und Sorten nachgewiesen. Heute umfasst die Berggarten-Sammlung etwa 70 Arten und Sorten. Zum Vergleich: Die nationale Sammlung einer britischen Gärtnerei bringt es auf über 1500 Arten und Sorten – Pelargonien sind eben „very british“.

„Pelargonium – very british“: 20. Juni bis 31. Oktober, täglich ab 9 Uhr, Berggarten-Schmuckhof



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