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Warum ein Vater aus der Kendalstraße für seinen zehnjährigen Sohn eine Busfahrkarte kaufen muss

Pech: 1795 Meter sind keine zwei Kilometer

Rinteln (wm). Heute zählt jeder Euro, auch die Kosten für eine Busfahrkarte - eine Summe, die ein Anwohner aus der Kendalstraße in der Rintelner Nordstadt für seinen 10-jährigen Sohn nicht ausgeben wollte, denn für ein Jahr sind hier schnell ein paar hundert Euro zusammen. Außerdem ist Schülerbeförderung eigentlich Sache des Landkreises und gemeinhin kostenlos. Doch ein Blick in die Satzung zeigt - nicht ganz - Schüler, deren Schulweg unter zwei Kilometern liegt, erhalten keine kostenlose Schulbuskarte, haben also die Alternative, entweder die Fahrkarte selbst zu zahlen oder mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule zu gehen.

veröffentlicht am 07.09.2007 um 00:00 Uhr

Jeder Meter wird mit dem Messrad abgelaufen - hier auf dem Wall

Entscheidende Frage in diesem konkreten Fall: Wie weit ist es von der Kendalstraße bis zur Hauptschule in der Ostertorstraße, wenn man den kürzest möglichen Fußweg benutzt? Um das herauszufinden rückte Markus Witt vom Landkreis Schaumburg mit einem Messrad an und schritt mit dem Vater den Schulweg ab. Am Ende zeigte das Messrad am Eingang der Hauptschule am Ostertor genau 1795 Meter und 47 Zentimeter an - zu wenig für eine kostenlose Busfahrt. Etwas Positives hat der Fußmarsch mit dem Landkreismitarbeiter dann doch gebracht: Der Vater entdeckte völlig neue "Schleichwege" zur Hauptschule, so unter anderem den Trampelpfad von der Kendalstraße zur Waldkaterallee, den Fußweg oberhalb der Mühlenstraße entlang der Weser und den Schuleingang von der Herrengasse neben der Turnhalle. Um einen kleineren Fußmarsch käme der Schüler übrigens auch mit einer Busfahrkarte nicht herum: Die Buslinie endet nämlich am Pferdemarkt.

1795 Meter zeigt das Messrad am Ende an. Fotos: tol
  • 1795 Meter zeigt das Messrad am Ende an. Fotos: tol


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