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SCM führungslos / Außerordentliche Versammlung am 2. April

Paukenschlag: Karin Genditzki wirft entmutig das Handtuch

Bodenwerder. Nicht nur die Tabellenlage ist beim Kreisliga-Schlusslicht SC Münchhausen bedrohlich, jetzt kommt auch noch eine Führungskrise im 313 Mitglieder starken Verein verschärfend hinzu. Denn seit dem Wochenende ist der traditionelle Fußballverein führungslos. Für die bisherige Vorsitzende Karin Genditzki, die nach vierjähriger Tätigkeit entmutigt das Handtuch warf und nicht wieder für das Spitzenamt kandidierte, wurde kein Nachfolger gefunden, sodass die ganze Wahlprozedur sich noch einmal auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 2. April um 19.30 Uhr wiederholt. „Ich kann nur hoffen, dass sich bis dahin jemand als Vereinslenker zur Verfügung stellt, damit bei uns nicht die Lichter ausgehen“, so Wahlleiter Eckhard Lehmann, der sich noch einmal bei der scheidenden Vorsitzenden für ihre gute Arbeit bedankte. Das Aushängeschild des Vereins, die 1. Herrenmannschaft, hat in der letzten Saison als langjähriger Tabellenführer die Erwartungen erfüllt, doch wurde aus dem Aufstieg nichts, weil die Elf von Trainer Michael Lotze zum Schluss schwächelte und letztlich nur Vierter wurde. In der laufenden Saison lief dann vieles schief: Sportgerichtsverhandlung, Punkteabzug wegen eines nicht spielberechtigten Torwarts sowie eine halbjährige Sperre für den Topscorer Sascha Maaß, der mittlerweile den Verein verlassen hat. Die Mannschaft rangiert auf einem Abstiegsplatz und kann sich nur durch eine Energieleistung noch aus dem Sumpf ziehen. Die zweite Mannschaft sowie die Ü-40-Elf sind stets mit Elan und Fleiß bei der Sache, aber auch nicht ganz ohne Sorgen, da sie immer wieder Spieler abstellen mussten. Gut aufgestellt ist dagegen die Jugend, die bekanntlich mit Kemnade und Rühle eine Spielgemeinschaft bildet. Alle Teams, von den A- bis zu den G-Junioren, spielen sowohl in der Halle wie auch auf dem Feld eine gute Rolle, auch wenn es in jüngster Zeit nicht zu Titeln reichte, weil die Konkurrenz einfach zu stark ist. Eine Bereicherung für den Verein ist die Freizeitsparte, die sich große Verdienste bei Veranstaltungen erwerben konnte. Ohne dieses Engagement ginge es dem Verein nicht nur im finanziellen Bereich wesentlich schlechter. 2014 wandte man sich auch dem Boulen zu, mit der Hoffnung, dieser volkstümlichen Sportart in Zukunft im Verein ebenfalls einen festen Platz einzuräumen. Zu Sportlern des Jahres wurden Andrej Spötter und Kevin Krause gekürt und mit Urkunden und Präsenten bedacht. Sechzig Jahre dem Verein gehören Ludwig und Heinrich Appelles an, die für diese Treue die goldene Ehrennadel und einen Gutschein erhielten.

veröffentlicht am 02.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Rolf Henning Schnell
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  • Wurden geehrt: (v. li.): Kevin Krause, Heinrich und Ludwig Appelles sowie Andrej Spötter.

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