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Brustzentrum im Klinikum Schaumburg zertifiziert

"Patienten können landen wie der Airbus in München"

Stadthagen (sk). Das Brustzentrum im Klinikum Schaumburg zur Behandlung von Brustkrebs in Stadthagen ist im Januar nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und der Deutschen Gesellschaft für Senelogie (Lehre von der weiblichen Brust) zertifiziert worden. Am Montag übergab der Mediziner Klaus Rensing, Experte der DKG/DGS, während einer Feierstunde die Zertifizierungsurkunde an den Chefarzt der Gynäkologie, Johannes Feltz-Süßenbach.

veröffentlicht am 18.04.2007 um 00:00 Uhr

Klaus Rensing (r.)übergibt die Zertifikaturkunde an Johannes Fel

Weitere Urkunden erhielten Kooperationspartner des Brustzentrums - was auf ein wesentliches Kriterium hinweist: die enge Zusammenarbeit von Fachleuten verschiedener medizinischer Disziplinen in jedem einzelnen Krankheitsfall. Diagnose, Therapie mit Operation und medikamentöse und strahlentherapeutische Nachbehandlung sowie die Nachsorge sind miteinander vernetzt. Bereits seit fünf Jahren treffen sich Röntgenologen und Pathologen, eine Onkologin, ein Strahlentherapeut und ein Nuklearmediziner, ein Humangenetiker, eine Psychoonkologin, niedergelassene Ärzte und Vertreter von Selbsthilfegruppen wöchentlich zu einer Tumorkonferenz. Diese wesentliche Voraussetzung zur Zertifizierung musste nicht erst in Zusammenarbeit mit einer Beratungsgesellschaft installiert werden. Auch die vorausgesetzte Fallzahl sei in Stadthagen bereits vorhanden gewesen, so Astrid Schroeder von der hannoverschen Beratungsgesellschaft "binner IMS". Es habe nur noch nach fehlenden Details geschaut werden müssen, nach ausreichender Beschilderung im Haus, den vorgeschriebenen Geräten, dem reibungslosen Ablauf von Diagnose und Behandlung. Alles müsse sich für den Patienten "gut anfühlen", so Schroeder. Die Beraterin verglich die Anforderungen an ein optimales Brustzentrum mit dem Großraumflugzeug A 380. Der Riesenflieger könne längst nicht auf jedem Flughafen landen, dieser müsse dafür ausgelegt sein. In Stadthagen jedoch, so Schroe der, können die Patienten "landen" wie der Airbus in München. Laut Gesetzgeber darf Brustkrebs aus Qualitäts- und Kostengründen nicht mehr in jedem Krankenhaus, sondern nur noch in optimal ausgestalteten und ausreichend frequentierten Brustzentren behandelt werden. Von etwa 120 niedersächsischen Krankenhäusern konnte sich vor drei Jahren nur wenige - darunter das Stadthäger Krankenhaus - als Brustzentrum durchsetzen. Durch die nun erteilte Zertifizierung, die jährlich wiederholt wird, festigt das Brustzentrum Schaumburg seinen Qualitätsanspruch. Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier sieht die Zertifizierung als Beweis dafür, dass Qualität nicht abhängig ist von der Größe eines Klinikums. Der Tag der Urkundenübergabe sei "ein schöner Tag, ein wichtiger Tag für die Patienten in Schaumburg".



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