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Stadtkirchengemeinde und Landeskirche verabschieden Ingo Röder / Viel Musik auf dem Weg in den Ruhestand

"Pastor von unendlicher Treue und Hilfsbereitschaft"

Bückeburg (jp). Großer Bahnhof für Ingo Röder: Mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche mit Abendmahl und einem anschließenden Empfang vor dem Gemeindehaus haben die Evangelisch-Lutherische Stadtkirchengemeinde Bückeburg und die Schaumburg-Lippische Landeskirche den langjährigen Pastor der Pfarrstelle II Bückeburg verabschiedet. Mit dem 1. Juli beginnt dann für Pastor Ingo Röder die Freistellungsphase der Altersteilzeit. In den endgültigen Ruhestand wechselt der 63-jährige Seelsorger dann am 1. September 2009.

veröffentlicht am 26.06.2007 um 00:00 Uhr

Über zweieinhalb Stunden dauerte der Gottesdienst, der von Ingo Röder und Landesbischof Jürgen Johannesdotter im Beisein zahlreicher Amtsbrüder gehalten wurde. Zahlreiche Musikgruppen und Gesangsensembles begleiteten den Gottesdienst, darunter die von Kantor Siebelt Meier geleitete Kantorei undder Posaunenchor, der Gospelchor Rhythm of Life und der Meerbecker Kirchenchor, beide dirigiert von Röder-Tochter Imke, das Instrumentalduo Anastasia Pawlik und Matteja Zenzerovic, Kinder der Kindertagesstätte Bergdorf sowie Altkantor Edgar Räuschel an der Orgel. Die Predigt unter dem Motto "Ich glaube, darum rede ich" hielt Ingo Röder selbst. Landesbischof Jürgen Johannesdotter zeichnete anschließend die dienstliche Biographie des aus dem aktiven Dienst scheidenden Seelsorgers nach und bezeichnete ihn als "Pastor von unendlicher Treue und Hilfsbereitschaft". Musikalisch begleitet wurden die Abschiedsworte des Landesbischofs durch das Pfingstlied von Viktor von Strauß und Torney, des Diplomaten und Dichters, der 1866 durch sein Abstimmungsverhalten im Deutschen Bundestages das kleine Fürstentum Schaumburg-Lippe vor dem Zugriff durch das übermächtige Preußen bewahrte. Nicht enden wollte beim anschließenden Empfang unter freiem Himmel die Liste der Abschieds- und Dankesredner für den verdienten Pastor. "Heute verlässt eine Institution die evangelische Kirche in Bückeburg, und wir alle können noch gar nicht richtig begreifen, was das bedeutet", meinte Bürgermeister Reiner Brombach. Er bezeichnete Ingo Röder als "Inbegriff eines fröhlichen, positiven Christen" und hob seine internationalen Verdienste, insbesondere bei den Kontakten nach Russland, hervor. Röder habe sich aber auch einen Namen als hervorragender Fußballer in der Bückeburger Promi-Mannschaft gemacht: "Mit ihm in der Abwehr brauchte man gar keinen Torwart mehr." An gemeinsame Fußballereignisse erinnerte auch Pfarrer Matthias Ziemens, der von der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien den Dank für unzählige gemeinsame Gottesdienste und ökumenische Aktivitäten überbrachte: "Wenn wir zusammen zu Champions-League-Spielen nach Bremen gefahren sind, hat Werder nie verloren." Der bekennende Werder-Bremen-Fan überreichte Ingo Röder ein Fan-Shirt seiner Mannschaft "für die kommende Meisterschaft". Eine Abschiedsrunde mit der Trachtengruppe Scheie fuhr Ingo Röder dann auf der Scheier Kirche, die vor zwei Jahren auf seine Idee hin für die 950-Jahr-Feier Scheies gebaut worden war. Weitere Dankesworte gab es unter anderem vom Scheier Ortsbürgermeister Friedrich Meyer, von Pastor Hans Peter Fiebig, der an die gemeinsame Zeit in der Redaktion des "Gruß der Kirche" erinnerte, vom Kirchenvorstand und der Verwaltung der Stadtkirchengemeinde. Ein Abschiedsständchen intonierte Georg Zimmermann, Pastor der Partnergemeinde Hermsdorf.



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