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Roland Trompeter: Kirchenrundgang nicht ohne Führung möglich - schon aus Sicherheitsgründen

Pastor behält die Schlüsselgewalt im Kloster

Möllenbeck (ur). Die Klosterkirche zieht regelmäßig Besucher von nah und fern an: Viele begnügen sich mit dem Anblick der mächtigen Doppeltürme, andere machen auch einen Spaziergang um die Gesamtanlage herum und eine wachsende Zahl von Besuchern nimmt auch an den Führungen teil, die Pastor Roland Trompeter anbietet oder auch mit Gruppen auf Voranmeldung vereinbart.

veröffentlicht am 05.04.2007 um 00:00 Uhr

Zu seinem 70. Geburtstag in diesem Monat wollte auch Dr. Christian Lauterbach aus Lemgo mit seinen Festgästen einen Kirchenrundgang unternehmen, doch am besagten Sonnabend hat Trompeter auswärtige Termine wahrzunehmen und seine Pastorenkollegin Ilona Schulz befindet sich im Urlaub. "Ich vermag nicht einzusehen, warum man uns dann nicht als durchaus sachkundigen Leuten ermöglicht, die Kirche und den Kreuzgang ohne Führung zu besichtigen", moniert Lauterbach. Schließlich sei die Kirche ein Baudenkmal, in dem auch Steuergelder stecken. Pastor Trompeter habe diesen Vorschlag auf eine Besichtigung zurückgewiesen, was Lauterbach mit den Worten kommentiert: "Mir scheint, er sieht sich nicht als Diener seiner Kirche - sie scheint ihm zu gehören!" Auf Nachfrage erklärt Trompeter dazu: "Leider haben wir außer den beiden Pastorenstelle kein hauptamtliches Personal und somit auch keinen Küster, über den man die Kirche öffnen und schließen könnte. Wir machen vieles möglich - an manchen Tagen sogar drei Führungen hintereinander, auch wenn noch Gottesdienstvorbereitungen oder andere Aufgaben anstehen. Aber wir können gerade an Wochenenden nicht unsere Ehrenamtlichen über Gebühr beanspruchen!" Er habe dem Lemgoer imÜbrigen angeboten, sich mit der dann dort tagenden Konfirmandenfreizeit-Gruppe abzusprechen, um den Kreuzweg und den Innenhof des Klosters zu besichtigen - "aber das fand er dann zu umständlich". Und den Schlüssel Fremden einfach so zu überlassen, könne er nicht verantworten - auch im Hinblickauf den gegenwärtigen Baustellencharakter von Teilen der Klosteranlage. Lauterbach indessen beharrt auf dBesichtigungswunsch - schon aus Prinzip: "Wir werden durch die Glastür einen Blick erhaschen und den sichtbaren Teil der restaurierten Bemalung bewundern. Die Kirche selbst mit ihrer Krypta wird uns verschlossen bleiben." Er jedenfalls denke darüber nach, sich beim Denkmalsschutz zu beschweren. Bei den Restaurierungsarbeiten im Kloster Möllenbeck wurde übrigens kürzlich der Psalm 133 freigelegt, in dem es heißt: "Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen..."



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