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Ausschuss berät über Austausch mit Sablé und Nieuwerkerk / Jugendliche als Multiplikatoren

Partnerschaft benötigt dringend neue Impulse

Bückeburg (kk). Ganz im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums steht in diesem Jahr die Städtepartnerschaft mit Sablé. Über Himmelfahrt wollen sich ungefähr 150 Bückeburger auf dem Weg nach Frankreich machen, um diesen Geburtstag mit den Freunden zu feiern. Dieser freudige Anlass kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Austausch mit Sablé schon bessere Zeiten gesehen hat. Es fehlt an Nachwuchs, auch die Sportvereine sind längst nicht mehr so aktiv wie in der Vergangenheit. Der Sport- und Partnerschaftsausschuss des Rates machte sich jetzt auf die Suche nach Möglichkeiten, den Austausch wieder neu zu beleben.

veröffentlicht am 03.02.2007 um 00:00 Uhr

Eine Gruppe der Stadtjugendpflege zu Gast bei der Landes-Zeitung

Auch die Partnerschaft mit Nieuwerkerk scheint neue Impulse zu benötigen. Für dieses Jahr hat bisher nur der Seniorenbeirat einen Besuch in Holland angemeldet. Doch zurück zu Sablé: Mit drei Bussen starten die Bückeburger in der zweiten Maihälfte nach Sablé. Die Stadt übernimmt die Fahrtkosten, immerhin 15 000 Euro. Zuschüsse darüber hinaus werden aber nicht gewährt. Im Haushalt stehen weitere 8000 Euro zur Förderung der Städtepartnerschaft zur Verfügung. "Genug?" fragte sich der Austausch vor dem Hintergrund rückläufiger Aktivitäten. Dazu Fachbereichleiter Siegfried Demjanenko von der Verwaltung: "Man braucht die Mittel nicht zu erhöhen, wenn es sowieso nichts zu fördern gibt." Fehlendes Geld sei keineswegs Grund für die Flaute. Gerade Jugendlichen stehe heute auch ohne offizielle Partnerschaft die Welt offen. Erfahrungen hätten gezeigt, dass der Austausch über die eigentliche (Urlaubs)-Reise hinaus einen Sinn haben müsse. Demjanenko schlug vor, den Pfingstbesuch mit einer "Schnupperaktion" zu verbinden. Bückeburger Gruppen, die keine Kontakte haben oder deren Kontakte eingeschlafen sind, könnten "Kundschafter" mitschicken, die sich vor Ort ein eigenes Bild machen könnten - völlig ergebnisoffen. Gerade Kinder und Jugendliche sollten von ihresgleichen angesprochen werden, um Gleichaltrige zum Mitmachen zu motivieren. Hier sei eine Gruppe der Stadtjugendpflege sehr aktiv und gehe neue, erfolgversprechende Wege. Lieber weniger Teilnehmer, dafür aber intensivere Kontakte - so könnte das Motto für die Zukunft lauten. Gerade die Intensivierung des Jugendaustausches liegt auch den Ausschussmitgliedern sehr am Herzen. Dagmar Vogeler-Kreusel und Renate Hattendorf-Strahler fanden mit ihren Vorschlägen breite Zustimmung, genau diesen Punkt in den Zielen für die Städtepartnerschaften festzuschreiben. Auch der Ausschussvorsitzende Wolfhard Müller sieht solche Ansätze positiv. Er machte aber deutlich, dass er auch die Sportvereine in der Pflicht sieht, sich wieder intensiver für den Austausch einzusetzen.

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