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Bauausschuss favorisiert Standort an der Therme / Stellfläche an der Buchenallee

Parkhaus: Politiker für Poststraße

An der Poststraße (Bild links) soll das neue Parkhaus entstehen. Das Land ist dagegen. Das Areal an der Buchenallee (Bild rechts) soll zum Parkplatz ausgebaut werden. Fotos: rwe Bad Nenndorf (rwe). Die Stadt will am Ende der Poststraße ein Parkhaus bauen. Der Bauausschuss hat einstimmig diesem Standort die höchste Priorität eingeräumt. Dem Entschluss ist auch eine Mehrheit im Rat sicher. Zudem soll eine Fläche an der Buchenallee ausgebaut werden. Im Haushaltsentwurf sind 300 000 Euro dafür vorgesehen.

veröffentlicht am 12.02.2007 um 00:00 Uhr

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Viel Zeit bleibt der Nenndorfer nicht mehr, die Parkflächen im Bereich des Kurparks zu schaffen. Bis zum 31. Dezember 2008 müssen die 100 Plätze fertig sein, so sieht es der Vertrag zur Teilkommunalisierung vor. Die Kosten teilen sich Stadt und Land. Zudem ist beabsichtigt, den stadteigenen, fast 2400 Quadratmeter großen Thermalbadparkplatz samt der benachbarten Grünfläche zu verkaufen. Dort ist dem Vernehmen nach ein Ärztezentrum in Vorbereitung. Dadurch würden nach Auskunft aus dem Rathaus etwa weitere 100 Stellplätze wegfallen. Fünf mögliche Standorte stellte die Verwaltung den Politikern vor. Eine kleine Fläche hinter dem ehemaligen Kurhaus am Schlösschen fiel genauso durch wie der Südzipfel des Kurparkes an der Parkstraße. Nicht nur das Pumpwerk für die Schwefelquelle des Staatsbades müsste verlegt werden, auch die Denkmalpflege hat demnach schon mahnend den Finger gehoben. Ebenfalls verworfen wurde die Idee, den jüdischen Gedenkstein auf die andere Straßenseite zu versetzen und die Freifläche am Kolonnadenhaus an der Kurhausstraße zu nutzen. Dort ließen sich nach Ansicht des Bauamtes "unproblematisch" 20 Plätze anlegen. Die CDU-Fraktion hätte sich das in Absprache mit der jüdischen Gemeinde vorstellen können, den Gedenkstein zu verlegen. Für die Gruppe SPD/WGL und die WGN kam dies nicht in Frage. Angenommen wurde aber der Vorschlag, auf der Brachfläche an der Buchenallee einen Parkplatz anzulegen. Im Bebauungsplan ist neben dem Hotel Hannover bereits ein Bereich dafür vorgesehen. 40 bis 50 Plätze ließen sich dort ebenerdig herstellen. Volker Busse, Sprecher der Gruppe SPD/WGL, machte sich für diese Lösung stark und erinnerte an den Zeitdruck. Auch wenn der Standort nicht direkt an der Wandelhalle ist, so lasse sich dort schnell eine Parkfläche anlegen. Das Land käme nicht umhin, sich daran wie vereinbart zu beteiligen. "Dort kann es sich nicht herausreden", betonte Busse. Denn gegen ein Parkhaus an der Poststraße, klarer Favorit unter den Mitgliedern, gibt es Einwände aus Hannover. Den Besuchern der Landgrafentherme werde der Blick auf den Kurpark verbaut, so die Kritik des Landes. Die Ratspolitiker ficht das nicht an. Sie sprachen sich einstimmig dafür aus, im Bebauungsplan an der Poststraße ein Parkhaus vorzusehen. WGN-Ratsherr Frank Steen warf dazu einen visionären Vorschlag in den Raum. "Wir sollten den Kurpark so weit wie möglich schützen", wehrte er sich gegen "die üblichen Kästchenspielchen von Laien". Durch die Hanglage biete sich dort eine unterirdische Lösung für 100 Plätze an. Dann müsste nicht so viel Grünfläche versiegelt werden, meinte Steen. Er könnte sich auch vorstellen, dass bei der Bebauung auf dem Thermalbadparkplatz eine Tiefgarage entstehen könnte, die dann unter der Kurhausstraße mit den Stellplätzen an der Poststraße verbunden werde. Die anderen Mitgliederließen die Gedankenspiele des WGN-Politikers unkommentiert.

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