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Zeichen zur Förderung einer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft durch Toleranz, Offenheit und Respekt

Paritäten fordern menschenwürdige Unterstützung

Hannover/Hameln. Mit dem Beschluss des Positionspapiers „Mehr Zukunft, weniger Herkunft“ hat sich die Mitgliederversammlung als höchstes Gremium des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. jetzt deutlich für eine offenere Willkommenskultur und menschenwürdige Unterstützung für Flüchtlinge und Zugewanderte von Anfang an ausgesprochen.

veröffentlicht am 27.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:16 Uhr

„Es gehört zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung, den Menschen, die hier in Deutschland und speziell in Niedersachsen Hilfe suchen, umfassende Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten“, erklärte Birgit Eckhardt, stellvertretende Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen. Mit dem Positionspapier setzt sich der Paritätische Niedersachsen

für die Förderung einer vielfältigen und bunten Einwanderungsgesellschaft ein, in der sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund mit Toleranz, Offenheit und Respekt begegnen. Die Zukunft der hier ankommenden Menschen sollte grundsätzlich wichtiger sein als ihre Abstammung und Herkunft.

„Viele der bei uns ankommenden Flüchtlinge und Asylsuchenden werden auf Dauer hierbleiben“, sagte Norbert Raabe, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hameln-Pyrmont. „Umso wichtiger ist ihre Unterstützung von Anfang an, und zwar bezogen auf die Sicherstellung einer menschenwürdigen Unterkunft, auf umfangreiche Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache, auf frühzeitige Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten und Schulen und nicht zuletzt auf arbeitsmarktpolitische Integrationsmaßnahmen.“ Der Mitgliederversammlung wurde außerdem das Thesenpapier zur aktuellen Entwicklung beim Thema Tarifvertrag Soziales/Pflege präsentiert. Mit dem Papier begrüßt der Verbandsrat des Paritätischen Niedersachsen alle Bemühungen, die Beschäftigungsverhältnisse durch einen allgemein verbindlichen Tarifvertrag in der Pflege endlich auf eine tragfähige und solide Grundlage zu stellen, merkt aber gleichzeitig auch deutlich an, dass die dazu nötige Refinanzierung seitens des Landes sichergestellt werden muss. Im öffentlichen Teil der Versammlung hielt die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt, SPD, einen Redebeitrag und gab einen Überblick über Aktivitäten und Projekte der Landesregierung in Sachen Flüchtlingspolitik. Der Migrationsforscher und Publizist Professor Dr. Klaus J. Bade führte in seinem Vortrag „Identität, Kulturangst und Willkommenskultur“ aus, wie sich die Integrationspolitik zu lange auf „Migranten“ konzentriert und dabei die Mehrheitsbevölkerung vergessen habe.

Die 35. Mitgliederversammlung des Paritätischen Niedersachsen fand unter dem Motto „Zuwanderung und Willkommenskultur“ im Congress Centrum Hannover statt. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Verbands und seiner 826 Mitgliedsorganisationen nahmen zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Verbandswesen daran teil, berichtet Norbert Raabe, der Geschäftsführer der Paritäten Hameln-Pyrmont.

V. li.: Norbert Raabe, ein Gast, die stellvertretende Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, Birgit Eckhardt, Sozialministerin Cornelia Rundt und eine Besucherin aus Brjansk im Congress Centrum Hannover.



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