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Beim Weltgebetstag am 6. März stehen die Bahamas im Mittelpunkt

Paradies mit Problemen

Kreis Holzminden. Traumstrände, Korallenriffe, Lebensfreude sowie eine ethnische und konfessionelle Vielfalt: das bieten die 700 Inseln der Bahamas. Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti ist ein wirtschaftlich erfolgreiches, touristisches Sehnsuchtsziel. Aber das vermeintliche Paradies hat mit Problemen zu kämpfen: extreme Abhängigkeit vom Ausland, Arbeitslosigkeit und eine erschreckend hohe Gewalt gegen Frauen und Kinder. Diese Sonnen- und Schattenseiten beleuchten Christinnen der Bahamas in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015. Rund um den Erdball wird dieser am Freitag, 6. März, in ökumenischen Gottesdiensten gefeiert – auch im Landkreis Holzminden.

veröffentlicht am 04.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Im Zentrum des Gottesdienstes zum Weltgebetstag steht die Bibelstelle aus dem Johannesevangelium (13,1 bis 17), in der Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht. „Hier wird für die bahamaischen Weltgebetstags-Frauen Gottes Liebe erfahrbar“, so formuliert es die Superintendentur des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder. Gerade in einem von Armut und Gewalt geprägten Alltag brauche es tatkräftige Nächstenliebe auf den Spuren Jesu Christi. Ein wichtiges Zeichen dafür würden die Gottesdienstkollekten setzen, die Frauen und Mädchen weltweit unterstützen. Darunter ist auch eine Medienkampagne für Jugendliche des „Bahamas Crisis Centre“. Unter dem Titel „Let’s talk“ („Lasst uns reden!“) klärt sie auf und kämpft gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und jungen Frauen.

Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, wird dieser Gottesdienst in rund 170 Ländern der Erde gefeiert. In vielen Kirchengemeinden Deutschlands organisieren Frauen den Weltgebetstag. Gemeinsam seien sie solidarisch mit Frauen weltweit und würden Verantwortung übernehmen. Weltgebetstag – das sei gelebte Ökumene und weltweite Solidarität, schreibt die Superintendentur des Kirchenkreises. Im Anschluss an die Gottesdienste wird vielerorts noch landestypisches Essen gereicht und es gibt Zeit und Gelegenheit, sich über die Situation auf den Bahamas auszutauschen.

Am 18. März will der Kirchenkreis das Weltgebetstagthema Bahamas mit dem Film „Rain“ aus der Sicht eines jungen Mädchens beleuchten. Die Frauen des Kirchenkreises laden dazu um 18 Uhr zu einer Passionsandacht mit anschließender Filmvorführung (19 Uhr) in die St.-Thomas-Kirche, Thomaskirchweg 8, nach Holzminden ein. Das Familiendrama erzählt die Geschichte der Bahamaerin Rain, die als Kleinkind von ihrer Mutter verlassen wurde und dann behütet bei ihrer Großmutter auf der winzigen Insel Ragged Island aufwächst. Nach deren Tod macht sich Rain auf den Weg nach Nassau, um ihre Mutter zu suchen. Rain ist überwältigt von der Großstadt, doch ihre idealistischen Vorstellungen lösen sich schnell in Luft auf. Gestrandet in einer unbekannten Umgebung und konfrontiert mit einer Mutter, die sie nie kannte, versucht Rain verzweifelt, ihren eigenen Platz in der Welt zu finden. red



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