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Parade in Uniform mitgemacht

Landkreis. Der Besuch von Schaumburger Polizeibeamten in Schaumburg/Illinois geht langsam zu Ende. Wie bereits berichtet ist die Gruppe im Rahmen des Austauschprogramms der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen-Gesellschaft in den USA. Die Redaktion erreichte jetzt ein weiterer Bericht der Besuchergruppe:

veröffentlicht am 14.09.2007 um 00:00 Uhr

Besuch bei der Wasserschutzpolizei: Erinnerungsfoto vor der Skyl

Besucht wurde die Woodfield Mall, mit knapp 300 Geschäften eins der größten Einkaufszentren der USA. Ein ehemaliger Polizeibeamter aus Schaumburg ist dort jetzt als Security-Chief tätig. Er erläuterte der Gruppe die Problematik des Schutzes einer so großen Anlage. So hatte man vor zwei Wochen dort das Problem, dass man Teile der Bevölkerung zum Schutz vor einem herannahenden Unwetter in die Woodfield Mall beorderte. Kaum waren alle dort, gab es eine Bombendrohung. Interessant war der Besuch einer amerikanischen Gerichtsverhandlung. "Eine neue Erfahrung - vom Verlauf her völlig anders als ein Verfahren bei uns," so der Eindruck der Schaumburger. Am Abend wurde ein Footballspiel der Chicago Bears gegen die Mannschaft aus Cleveland besucht - ein Einblick in die Freizeitaktivitäten der Gastgeber. Ein Höhepunkt des Besuchs was das Septemberfest in der Partnerstadt. Viel bejubelt wird eine Parade, an der Vertreter sämtlicher öffentlicher Institutionen von Army über Feuerwehr, Polizei, Colleges, Schulen und Kindergärten teilnahmen. Die heimischen Polizisten waren als Gäste der Schaumburg-Sister-Cities in Uniform mit dabei und wurden mehrfach gefragt, ob sie denn tatsächlich "echt" seien. Am nächsten Tag der letzte große Höhepunkt des Besuchs: Die Teilnahme an einer Patrouillenfahrt auf dem großen See. Mit dabei war der Medizinstudent Jan Martin Sohnses, der sich bereits seit August im Rahmen eines Austauschprogrammes in Illinois befindet. Jan ist bei dem Sister-Cities-Vorstandsmitglied Mary Naggy zu Gast. Es ging erneut nach Chicago, diesmal zunächst zum Navy-Pier. Von dort wurde die gesamte Gruppe von einem Patrouillenboot der Chicago Police Marine Unit abgeholt. Nach einer 45-minütigen Fahrt durch die Bucht wurde am Dienstgebäude festgemacht und dieses besichtigt. Während des Aufenthaltes ging die Mitteilung über ein sinkendes Ausflugsboot ein. Ein Schaden am Antrieb riss ein Loch in den Rumpf. So erfolgte die Abfahrt etwas hastiger als gewöhnlich und die Gäste wurden an einer etwas unkonventionellen Stelle abgesetzt, damit die amerikanischen Kollegen ihre Arbeit machen konnten. Die US-Coastguard war bereits ebenfalls unterwegs. Nachmittags wurde dann Mc Cormicks Place besichtigt, eines der größten Austellungs-Zentren weltweit. Allein die Überwachungsanlage die dort vor sechs Monaten installiert wurde, hat sechs Millionen Dollar gekostet.



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