weather-image
Vorträge im Kreiskrankenhaus: Bedeutung und Ursache von Herzrhythmusstörungen

Panik, wenn das Herz aus dem Takt gerät

Rinteln (cok). Das Herz kann stolpern oder rumpeln. Bei manchen Menschen schlägt es so flimmernd schnell, als seien sie ständig am Rande des Nervenzusammenbruchs und bei anderen so langsam, als wolle es gleich in den Streik treten. "Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen", unter dieser Überschrift bietet das Kreiskrankenhaus am Mittwoch, 15. November, eine Reihe von kleinen Vorträgen an, unter der Leitung des Chefarztes der Inneren Abteilung, Dr. med. Horst-Helmut Krause.

veröffentlicht am 08.11.2006 um 00:00 Uhr

Horst-Helmut Krause: Chefarzt zum Anfassen. Foto: cok

"Viele Menschen bekommen panische Angst, wenn sie spüren, dass ihr Herz ohne äußeren Anlass aus dem normalen Rhythmus gerät", so der Internist. "Dabei sind manche Herzrhythmusstörungen durchaus harmlos, und man muss einfach lernen, mit ihnen zu leben." Oft genug aber ist ein "stolperndes" Herz das Anzeichen dafür, dass sich eine ernste Krankheit anbahnt oder schon eingetreten ist. "Die Unsicherheit der Betroffenen über die Bedeutung solcher Störungen ist groß." Deshalb auch hat sich das Kreiskrankenhaus mit seinem Vortragsangebot dem von der Deutschen Herzstiftung für den Monat November ausgerufenen "Herzmonat 2006" angeschlossen. Bundesweit werden Herzspezialisten in insgesamt über 1000 Vorträgen und Seminaren Antworten geben auf drängende Herz-Fragen, um Ängste abzubauen, Ratschläge zu geben und über die neuen Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden zu informieren. Zudem haben die Besucher der Vorträge die Möglichkeit, sich nach den Referaten direkt an die Vortragenden zu wenden. "Ich bin ein Chefarzt zum Anfassen", betont Horst-Helmut Krause. "Die Erfahrungen mit ähnlichen Themenreihen aus den Vorjahren haben uns gezeigt, dass die Zuhörer sehr interessiert daran sind, ihre persönlichen Sorgen und Fragen zu äußern und auch daran, zu hören, mit welchen Problemen andere Betroffene zu kämpfen haben." Ebenfalls "Ärzte zum Anfassen" sind die beiden Oberärzte der Inneren Abteilung in Rinteln, Dr. med. Christian Vielhauer und Dr. med. Christoph Hunnius. Sie werden zu den Themen "Ursachen und Bedeutung lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen" und "Vorhofflimmern" (das ist die häufigste Störung bei älteren Menschen) referieren, während der Chefarzt über die "Herzschrittmachertherapie" informiert. Lebensbedrohlich sind Rhythmusstörungen, wenn sie die Funktion des Blutkreislaufes beeinträchtigen. Das "Vorhofflimmern" zum Beispiel kann zu Blutgerinseln führen, die dann möglicherweise einen Schlaganfall auslösen. Ein verlangsamter Herzschlag dagegen schwächt die Durchblutung des Gehirns, mit der Folge von chronischer Müdigkeit, Schwindelgefühlen bis hin zur geistigen Verwirrtheit. Die drei Vorträge am 15. November beginnen um 17 Uhr und wenden sich nicht nur an herzkranke Menschen, sondern auch an Angehörige, Freunde und alle, die einfach wissbegierig sind. Die Vorträge finden im Vortragsraum des Kreiskrankenhauses Rinteln, Virchowstraße 6, statt.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare