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Hartmut Dörpmund geht in Jagd-Ruhestand

Pachtwechsel

Wallensen/Fölziehausen. „Alles hat seine Zeit.“ Unter diesem Motto hat der Jagdpächter Hartmut Dörpmund aus Wallensen seinen Austritt aus der Wallenser Jagd nach 45 langen Jahren aus Altersgründen erklärt. Den Jagdschein hatte Dörpmund vor mehr als 50 Jahren erworben.

veröffentlicht am 09.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:10 Uhr

„Nach so langer Zeit blicke ich mit Wehmut auf die ersten 40 Jahre der Jagdpachtung zurück, da es seinerzeit noch ausreichend verschiedene Wildarten gab, die eine interessante Jagdausübung möglich machten“, zieht der Jäger ein gemischtes Fazit. Heute habe sich die Jagdausübung grundlegend gewandelt, viele Wildarten wie Hasen, Rebhühner oder Fasane seien verschwunden. Zudem gebe es mehr Einschränkungen bei der Jagdausübung. Die Jagdausübung beschränke sich heute mehr oder weniger nur noch auf Reh- und Schwarzwild. Das Auftauchen von Luchs und Wolf in Niedersachsen sieht er kritisch. Mittelfristig würden diese Raubtiere den geringen Wildtierbestand in den nächsten Jahren noch mehr dezimieren. Ein Luchs benötige pro Woche ein Stück Rehwild, wodurch der Anblick eines Rehs in der Natur wohl noch seltener werde. „Weder der Luchs noch der Wolf passen nach meiner Meinung in unsere aufgeräumte Landschaft“, argumentiert der Jäger, der sich immer auch um den Fortbestand des Rehwildes bemüht hat. Dörpmund regt daher eine Einführung von Jagd- und Schonzeiten für die neuen Räuber an. Sein Revier zwischen Wallensen und Fölziehausen wird nun auf mehrere Jäger aufgeteilt, die sich um die Pflege der Natur kümmern. gök



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