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Gemeinderat verabschiedet Nachtragsetat 2021 und demonstriert Geschlossenheit

Ottenstein: 24 Familien suchen Bauplatz

OTTENSTEIN. Zur letzten Sitzung des Gemeinderates Ottenstein in der laufenden Legislaturperiode präsentierte sich das Gremium geschlossen. Es standen viele Themen auf der Tagesordnung. Unter anderem ging es darum, dass noch 24 Familien einen Bauplatz in Ottenstein suchen.

veröffentlicht am 30.10.2021 um 09:00 Uhr

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Sämtliche Beschlüsse der letzten Sitzung wurden einstimmig gefasst, die Stimmung im Dorfgemeinschaftshaus in Lichtenhagen darf als harmonisch beschrieben werden. Dickster Brocken: der 1. Nachtragshaushaltsplan 2021 sowie die Nachtragshaushaltssatzung 2021 und der Stellenplan.

Bürgermeisterin Diana Lönnecker und Gemeindedirektor Manfred Weiner stellten das umfangreiche Zahlenwerk vor. Im Ergebnishaushalt belaufen sich die ordentlichen Erträge auf 2 411 700 Euro, die Summe der ordentlichen Aufwendungen umfasst 2 411 900 Euro. Somit ergibt sich ein Minus in Höhe von 200 Euro. Die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit beliefen sich auf insgesamt 2 223 300 Euro. Dagegen stehen 2 094 900 Euro, sodass sich ein Plus von 128 400 Euro ergibt. An Einzahlungen für Investitionstätigkeit wurden 1 035 200 Euro geleistet, dem gegenüber stehen Auszahlungen für Investitionstätigkeit von 797 900 Euro, demnach ein Überschussvon 237 300 Euro. Dem Gesamtbetrag der Einzahlungen im Finanzhaushalt in Höhe von 3 258 5000 Euro stehen 2 892 800 Euro als Auszahlungen gegenüber. Der Höchstbetrag, bis zu dem Liquiditätskredite beansprucht werden dürfen, wurden von 730 500 Euro damit nun auf 1 022 400 Euro neu festgesetzt. Im Stellenplan sind 13 Stellen ausgewiesen.

Da die Preise entgegen den Kostenvoranschlägen für die vielfältigen Bauvorhaben desFleckens explosionsartig gestiegen sind, wurde ein Antrag auf eine Zuweisung der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle für die Finanzierung des Seniorenquartiers in Ottenstein gestellt. Nach den ersten Kostenvoranschlägen in Höhe von 3,5 bis 3,8 Millionen Euro ist man inzwischen bei einem Investitionsvolumen von zirka 5,3 Millionen Euro angekommen. Die Mehrkosten für das Tagespflegehaus betragen 301 000 Euro und für das Multifunktionshaus 292 00 Euro. Zum Zeitpunkt des Baubeginns verfügte Ottenstein über 1,3 Millionen Euro an angesparten Geldern, die aber durch Zahlungen von Umlagen bis auf 20 000 Euro am 31. Dezember 2018 anderweitig verfügt worden waren.

Der Gemeinderat Ottenstein ist im Dorfgemeinschaftshaus Lichtenhagen zu seiner letzten Sitzung der laufenden Legislaturperiode zusammengekommen. Foto: kht

Laut Ratsherr Heinrich Timmermann (CDU) sollte es ein Anspruch der Gemeinden sein, die von ihnen zu viel geleisteten Zahlungen erstattet zu bekommen.

Für das Interessenbekundungsverfahren wurde dargestellt, dass sich zur Zeit im Multifunktionshaus die Bücherei, ein Büro für die Leitung, eine Praxis für Logopädie und eine für Physiotherapie, ein Büro der ASB und ab 1. November ein Kiosk, der dann von einem niederländischen Ehepaar, das gegenüber die Ferienwohnung „Brouwerhaus“ besitzt, betrieben wird. Frei sind noch Räume für einen Friseur, für Podologie und Ähnliches sowie ein Büro.

Von den sechs Einzelhäusern sind vier vergeben, für eins gibt es laut Gemeindeverwaltung einen Interessenten und ein Haus ist noch frei. Laut Gemeindedirektor Weiner gibt es noch 24 Familien, die einen Bauplatz in Ottenstein suchen. An die Samtgemeinde wurde ein Antrag auf eine Aktualisierung der Flächennutzungsplanung für Ottenstein und Lichtenhagen gestellt.

Eine Anwohnerin hatte beantragt, die Linden am Marktplatz zu fällen. Diesem Wunsch entsprach der Gemeinderat jedoch nicht. Vielmehr wurde entschieden, dass die Bäume stehen bleiben, aber von einem Fachmann begutachtet, saniert und sachgemäß beschnitten werden sollen. Nur kranke Bäume sollen bei Bedarf gefällt werden.

Über eine Erweiterung des Kindergartens in Ottenstein wurde ebenfalls beraten, insbesondere mit Blick auf die vorgeschriebenen Rettungswege im Notfall. Als Vorschlag lag eine aufwendige Baumaßnahme für 50 000 Euro auf dem Tisch. Da aber der Höhenunterschied von der ersten Etage bis zum Schulhof nur etwa 1,40 Meter beträgt, ist man mit Feuerwehr und Bauausschuss dabei, eine preiswertere Möglichkeit für einen Rettungsweg zu suchen und zu beantragen.

Die geplante Erweiterung des Kindergartens umfasst den Ausbau des Dachgeschosses unter Berücksichtigung der Brandschutzauflagen, um dort eine neue Kindergartengruppe unterzubringen.

Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Gemeinderats soll nach Auskunft der Bürgermeisterin Mitte bis Ende November stattfinden.



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