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Pörtner bringt vage Zusage mit

Ottenser wollen sogar für ihre Ampel spenden

Ottensen (jl). Brennpunkt Schaumburger Straße/Mühlenstraße in Ottensen: Schnell fahrende Autos, immer wieder gefährliche Situationen für Fußgänger und immer wieder Unfälle. Die Ottenser Bürger haben die Nase vom jetzigen Zustand gestrichen voll. Sie wollen eine Ampel und sind sogar bereit, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Das wurde am Dienstagnachmittag bei einem Ortstermin deutlich.

veröffentlicht am 06.09.2007 um 00:00 Uhr

Seit Jahren gibt es Bemühungen, den gefährlichen Weg für Kinder und ältere Menschen über die Schaumburger Straße im Bereich der alten Schule sicherer zu machen. Bis jetzt sind alle Versuche gescheitert, weil mehrere Verkehrszählungen Ergebnisse gebracht hatten, die für das Land keinen Anlass zum Handeln - zum Baueiner Ampel - gezeigt hatten. Daran erinnerten Lindhorsts Bürgermeister Hans-Otto Blume (SPD) und der Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner (CDU). "Es muss einfach etwas geschehen, weil das hier ein großes Gefahrenpotenzial für Kinder und alte Leute ist", forderte Blume vor einer stattlichen Kulisse von Bürgern. Die Frage Pörtners nach schweren Unfällen mussten die Ottenser verneinen. Überschlagene Autos und andere Zwischenfälle gebe aber es aber immer wieder. Die Information von Gemeindedirektor Jens Schwedhelm, dass der Landkreis auf der Landesstraße Hinweisschilder auf Kinder aufstellen will, kam bei den Bürgern nicht gut an. "Das Geld können sie sich sparen", meinte ein Mann. Die Ottenser wollen eine Ampel. Das klang in vielen Redebeiträgen durch. Blume unterstrich, dass Zahlen von Verkehrszählungen hier nicht dazu führen dürften, Schlimmeres als Blechschäden zu verhindern. Pörtner hatte aus Gesprächen im Verkehrsministerium eine noch vage Zusage für eine so genannte dunkle oder eine automatische Ampel mitgebracht. Der erstgenannte Typ schaltet sich nur bei Verkehr ein und der zweite Typ leuchtet auf, wenn Autos zu schnell fahren. Die Kosten für beide betragen jeweils 25 000 bis 27 000 Euro. "Das wäre etwas, was wir gern hätten", brachte es Andreas Wagner auf den Punkt. Matthias Meyer von der Firma MHM wollte wissen: "Wie hoch muss die Eigenleistung sein, damit schnell etwas passiert?" Seine Firma sei bereit 2000 Euro zu spenden. 5000 wollen die Ottenser beziehungsweise die Gemeinde Lindhorst aufbringen, bekam Pörtner für sein heutiges Gespräch im Ministerium vom Ottenser Gemeinderatsmitglied Holger Mensching mit auf den Weg.



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