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Am Lesertelefon:Ärger über Nordstadt-Schandflecken, Begeisterung für Kalletaler Tierpark

"Ostertor-Grundstück ideal für Seniorenheim"

Rinteln (ur). "Es ist ja schön, wenn auswärtige Stadtoberhäupter bei einer Tagung feststellen, dass Rinteln so schön sauber und gepflegt ist - aber das sollte dann auch für die Nordstadt gelten", meint Iris Becker aus der Sauerbruchstraße. Und moniert den verwahrlosten Zustand der Verkehrsinsel an der Virchowstraße/Ecke Mindener Straße: "Für auswärtige Krankenhausbesucher ist das die erste Visitenkarte der Stadt!"

veröffentlicht am 09.05.2007 um 00:00 Uhr

Das Distelmeiersche Grundstück in der Osterstraße liegt "ideal f

Ziemlich aufgebracht ist Dagmar Nolde über einen Vorfall auf der Messe: "Ich habe mir an einem Getränkestand eine Cola bestellt und meine zehnjährige Tochter hatte eine Plastikflasche mit Früchtetee dabei. Obwohl der Stand nicht gerade überfüllt war, forderte uns die Bedienung auf, weiterzuziehen, weil man nicht dulde, dass die Leute ihre Getränke von zu Hause mitbringen." Einen Tipp für die Einheimischen hält Familie Bock aus Bielefeld bereit, die jetzt schon zum vierten Mal ein Wochenende auf dem Wohnmobilstellplatz an der Weser verbrachte: "Wir drei fahren dann jedesmal für zwei, drei Stunden beim Tierpark Kalletal vorbei. Das ist zwar keine riesige und perfekte Anlage, aber nirgendwo kann man Tiger und Wölfe so gut beobachten wie dort. In Rinteln scheint den Zoo kaum jemand zu kennen, wie wir aus verschiedenen Gesprächen erfahren haben!" Mit Skepsis betrachtet Gerda Hassenpflug die Pläne, ein Altenheim in der Brache unweit des Krankenhauses zu errichten: "Damit werden die Alten regelrecht abgehängt - denn wenn sie überhaupt noch Besuch bekommen, dann zumeist von ebenfalls älteren Bekannten, die oft nicht mehr motorisiert sind." Im Übrigen sei es für Heimbewohner wichtig, wenigstens durch räumliche Nähe noch etwas vom Treiben in der Stadt mitzubekommen: "Man hört doch gern mal die Kirchenglocken oder bekommt mit, wann Messe oder Markt ist." Ihr Vorschlag als Standort: das Distelmeiersche Grundstück am Ostertor. "Das liegt doch eigentlich ideal für ein Seniorenheim." DieterÖtting aus der Friedrichstraße sieht sich in der Pflicht, auf einen gefährlichen Zustand auf einem heruntergekommenen Grundstück gegenüber von seinem Wohnsitz hinzuweisen. "Da steht ein ehemaliger Lagerschuppen, dessen Dach nur noch durch einen Palettenstapel hochgehalten wird - das kann schon nach dem nächsten Sturm zusammenfallen." Er befürchtet auch, dass spielende Kinder gefährdet sind: "Außerdem ist das natürlich im jetzigen Zustand ein sehr deprimierender Anblick!" Die Veranstalter der Oldtimer-Rallye hätten wohl die bessere Lobby - meint Iris Melser aus der Nordstadt angesichts der Tatsache, dass die alten Automobile wieder auf Tour gehen durften, während das Bergrennen in Westendorf abgelehnt wird. Auch die Dampfeisenbahn müsse wohl besondere Fürsprecher haben, denn deren Zug habe kürzlich "gequalmt wie noch nie. Das kann bestimmt keine Kohle gewesen sein!" Verstimmt ist Iris Melser auch darüber, dass am Wochenende wieder die Parkplätze am Weseranger durch Wohnmobile besetzt waren: "Wenn der Stellplatz voll ist, müsste für die übrigen Parkplätze ein absolutes Verbot für diese Fahrzeuge bestehen, die teilweise gleich vier Parkplätze und mehr blockieren. Umsatz für die Messe haben die nicht gebracht - die saßen alle vor ihren Campern beim Kaffeetrinken."



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