weather-image
24°
Erster Antrag bereits 1994 / Komplex ein Energieverschwender ersten Ranges

Ortsvorsteher mahnt Sanierung des FC Hevesen-Sportheims an

Alles im Blick: Die Achumer Schnatgänger passieren auf ihrem Weg durch die Ortschaft die Aue-Brücke im Zuge der Nordtorstraße. Foto: bus Achum (bus). Achums Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier hat sich mit Nachdruck für eine Sanierung des Sportheims des FC Hevesen ausgesprochen.

veröffentlicht am 23.02.2007 um 00:00 Uhr

0000440524-gross.jpg

Schöttelndreier nutzte den Rahmen des aktuellen Schnatgangs, um auf den beklagenswerten Zustand des Gebäudes aufmerksam zu machen. Während der über weite Strecken von guter Laune gekennzeichneten Ortsbegehung wählte der Ortsvorsteher ernste und unmissverständliche Worte als er den Stadtratskollegen Horst Schwarze, Dieter Wilharm-Lohmann und Ludwig Pohl vor Ort die Situation schilderte. Das Zuhause der Fußballspieler gilt seit vielen Jahren als Sanierungsfall. Schöttelndreier erinnerte daran, dass bereits 1994 ein erster Antrag auf Behebung der ärgsten Übel gestellt worden sei. Seitdem habe sich, genau betrachtet und Eigenleistungen der FC-Mitglieder außer Acht lassend, nicht sehr viel getan. Der überwiegend mit Nachtspeicheröfen beheizte Komplex erweise sich aufgrund dünner Mauern und einfachster Fenster als Energieverschwender ersten Ranges. Darüber hinaus böten Umkleidekabinen und Sanitärräume den Sportlern kaum zumutbare Verhältnisse. Die Politiker waren einer Meinung, dass dem FC-Heim in der Tabelle der herzurichtenden Stadt-Gebäude ein unangefochtener Spitzenplatz zukomme. Allerdings müsse die prekäre Konstellation der städtischen Finanzen berücksichtigt werden, gaben Schwarze, Wilharm-Lohmann und Pohl zu verstehen. "Dieses Argument hören wir in Achum seit Jahren", rief Schöttelndreier in Erinnerung. In der Zwischenzeit sei anderenorts viel Geld in Sportstätten investiert worden. Der Ortsvorsteher wies auf die wichtige soziale Rolle und die erfolgreiche Jugendarbeit des weit mehr als 300 Mitglieder starken Vereins hin. "Wenn die Jugendlichen dem FC erst den Rücken gekehrt haben, ist es zu spät." Mit ebenfalls kritischen Wortenäußerte der Ortsvorsteher Bedenken gegenüber der auf dem Flugplatz Achum geplanten Biogasanlage. Eines seiner gewichtigsten Argumente: "Bisher ist die Bundeswehr der größte Gasabnehmer der Stadtwerke. Ein Wegfall dieses Kunden hätte für die Stadtwerke große wirtschaftliche Konsequenzen, dieletztendlich auch von den restlichen Kunden und den beteiligten Kommunen mitgetragen werden müssten." Zudem müssten der Transport, die Belastung der Straßen und Wege, die benötigten Acker- und Lagerflächen sowie die entstehenden Mono-Maiskulturen und die Belästigung der Anwohner in die Überlegungen einbezogen werden. Schöttelndreier: "Die Erzeugung von Bio-Gas hat nicht nur positive Effekte und ist auch nicht belastungsfrei für die Umwelt."

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare