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Sportforum zehn Monate nach Ratsbeschluss noch immer nicht eingerichtet / Schreiben an Buchholz

Ortsteil-Sportvereine fühlen sich benachteiligt

Rinteln (crs). Seit einem guten Dreivierteljahr schon ist das Sportforum für die Stadt Rinteln beschlossene Sache. Auf Impulse für die Sportentwicklung hoffen die Vereine seither jedoch vergeblich: Trotz des einstimmigen Ratsbeschlusses harrt das Forum noch immer seiner Gründung. Fünf Rintelner Sportvereine wollen das nicht länger hinnehmen. In einem gemeinsamen Schreiben an Stadtverwaltung und Ratsparteien fordern sie jetzt das Einrichten eines "Stadtforums für den Sport".

veröffentlicht am 14.04.2007 um 00:00 Uhr

Dabei schien die Sache am 15. Juni 2006 eigentlich schon in trockenen Tüchern. Beifall auch aus den Reihen der SPD gab es im Stadtrat für den Vorschlag von WGS-Fraktionschef Heinrich Sasse, den effektiven Einsatz knapper Mittel für die Sportförderung künftig besser zu koordinieren; einstimmig wurde das entsprechende Sportforum für Rinteln vom Rat auf den Weg gebracht. Doch geschehen ist seither - nichts. Begründet hatte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz den zeitlichen Verzug in der Ratssitzung vom 1. Februar dieses Jahres mit den parallelen Planungen auf Kreisebene: Der Kreissportbund beabsichtige, in Absprache mit dem Landkreis eine Sportentwicklungsplanung für das gesamte Kreisgebiet zu entwickeln; Ziel sei die Erstellung eines Sportstättenkatasters sowie die Bedarfsermittlung durch eine Bevölkerungsbefragung. "Um Überschneidungen zu vermeiden, sollte das Sportforum in Rinteln erst dann durchgeführt werden, wenn das weitere Vorgehen des Kreissportbundes geklärt ist", hatte Buchholz vorgeschlagen. Das dauert den Vereinen offenbar zu lange. In einem Schreiben an den Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien fordern die Vertreter von SC Deckbergen-Schaumburg, SV Engern, TSV Exten, TSV Krankenhagen und TSV Steinbergen die Einrichtung eines Sportforums, um "eine bedarfsgerechte Erhebung und Planung vorzunehmen, bei Berücksichtigung und Gleichbehandlung aller Vereine". Für eine geordnete Entwicklung sei eine vorausschauende Planung notwendig; hierfür fehle es auch an konkreten Ansprechpartnern. Zwischen den Zeilen klingt deutlich an, dass sich die fünf Vereine - allesamt aus den Rintelner Ortsteilen - gegenüber den Kernstadt-Vereinen benachteiligt fühlen. "Nach unseren bisherigen Erfahrungen werden Vereinsbelange und -interessen leider zurzeit höchst unterschiedlich gewürdigt und berücksichtigt", schreiben die Vertreter der Vereine. Nicht nur in der Kernstadt, auch in den Ortsteilen sei eine dezentrale Sportversorgung angebracht. Wie die in Zukunft aussehen könnte, auch das haben die Vereine gleich mit aufgelistet: Im Anhang zu ihrem Schreiben findet sich ein Verzeichnis zu den jeweiligen Sparten, Mitgliedern, Sportstätten und geplanten Maßnahmen - der Anfang für ein Sportforum.



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