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Dritte Abbaustufe genehmigt: In Richtung Knickkrug soll weiter ausgekiest werden / Abbau mindestens bis zum Jahr 2015

Ortsrat setzt sich für Badestrand an den Kiesteichen ein

Hohenrode (clb). Fast bis zum Bolzplatz ist der Kiesabbau in Hohenrode durch die Firma Ahe Schaumburger Weserkies bereits vorangeschritten - und unmittelbar bis zum Radweg der Landesstraße soll noch weitergebaggert werden. Nach und nach entsteht eine immer größer werdende Seenlandschaft.

veröffentlicht am 03.04.2007 um 00:00 Uhr

Der Kiesabbau im Mai 2003: Die Abbaufläche ist noch deutlich kle

"Momentan befindet sich der Abbau noch in der zweiten Stufe", berichtet SPD-Ortsratsmitglied Gerlinde Göldner-Dorka. Die dritte Abbaustufe sei jedoch schon genehmigt worden, so dass in Richtung der Gaststätte "Zum Knickkrug" weiter ausgekiest werden könne. Nach Schätzungen von Bernd Hugo, Leiter des Amtes für Kreisstraßen, Wasser- und Abfallwirtschaft, werde der Abbau noch mindestens bis zum Jahr 2015 dauern, eventuell noch länger. Das Amt für Kreisstraßen, Wasser- und Abfallwirtschaft in Stadthagen beschäftigt sich mit der Planfeststellung und überwacht den Abbau. "Zudem schauen wir zweimal im Jahr nach dem Rechten", erklärt Hugo. Die nächste Überprüfung finde im April statt. Inwieweit die Wirtschaftswege weggebaggert werden stehe noch nicht genau fest. Der Stichweg, welcher an die Firma Weserkies verkauft wurde, sei zum Teil schon zerstört worden, so Gerlinde Göldner-Dorka. Der andere Wirtschaftsweg wird erhalten, da er als "bleibender Weg" verankert worden sei. Zudem habe sich der Ortsrat Hohenrode-Strücken für einen großen Rundwanderweg, der um die Seen führen soll, eingesetzt, schildert Göldner-Dorka. Dieser Rundwanderweg sei jedoch vom Landkreis nicht empfohlen worden, da die Brut von Vögeln - die an den Seen zahlreich anzutreffen sind - möglicherweise beeinträchtigt werde. Immerhin ein kleiner Wanderweg bleibt den Dorfbewohnern für sportliche Aktivitäten und Spaziergänge. Dieser ist teilweise schon gebaut worden und führt bislang von der Bushaltestelle bis zum Bolzplatz. Nur das letzte Stück, welches vom Bolzplatz bis zur Weser führt, würde noch fehlen, im Laufe der nächsten drei Monate aber weitergebaut werden, erklärt Ortsbürgermeister Helmut Dörjes (DGH). Des Weiteren könne sich der Ortsrat vorstellen, an den entstandenen Kiesseen eine Liegewiese mit Bademöglichkeit zu errichten. Tipps von den Bewohnern aus Engern, wo es einen solchen Badestrand ja schon gebe, haben sich die Hohenroder bereits geholt. "Jetzt müssen wir uns nur noch umhören, inwieweit unser Vorhaben im Rahmen der Naturschutzmöglichkeiten umsetzbar ist", erläutert Dörjes. Für den Radweg entlang der Landesstraße ist eine Bepflanzung vorgesehen. Das Problem dabei sei nur, dass man dann vom Radweg aus nicht mehr in die Seenlandschaft einsehen könne", kritisiert Gerlinde Göldner-Dorka. Zudem würde die große Wasserfläche zu einer hohen Nebelbildung führen. Daher setze sich der Ortsrat für eine Aussichtsplattform, eine Art Beobachtungsturm zwischen dem Knickkrug und dem Ortseingang, ein. "So haben wir einen Ausgleich für das, was unser Dorf an Freizeitmöglichkeiten hergibt", betont Göldner-Dorka und fügt hinzu: "Der Erlebnisraum soll schließlich genutzt werden".

Der Kiesabbau im März 2007: Die Ausbaggerung ist deutlich vorang
  • Der Kiesabbau im März 2007: Die Ausbaggerung ist deutlich vorangeschritten, die Wasserfläche erreicht nun fast die Grundstücke. Foto: la
Dieser Seitenarm ist in den letzten vier Jahren entstanden. Bis
  • Dieser Seitenarm ist in den letzten vier Jahren entstanden. Bis 2015, eventuell noch länger, soll laut Bernd Hugo Kies in Hohenrode abgebaut werden. Foto: clb
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