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Optische Straßeneinengung stößt auf wenig Gegenliebe / Zunächst nur "Haifischzähne"?

Ortsrat Scheie hält an zwei Mittelinseln fest

Scheie (bus). Der Ortsrat Scheie hält an seiner Forderung nach der Errichtung von zwei Mittelinseln auf der Hauptstraße (L 450) fest. Mit den jeweils am Nord- und Südende der Ortschaft zu bauenden Hindernissen soll die Überquerung der stark frequentierten Straße erleichtert sowie eine Geschwindigkeitsreduzierung des Durchgangsverkehrs und damit die Erhöhung der innerörtlichen Sicherheit erreicht werden.

veröffentlicht am 29.11.2008 um 00:00 Uhr

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Der einstimmig gefasste Antrag steht der in der Stadt anzutreffenden politischen Großwetterlage entgegen, die die Kosten für derartige Bauwerke als viel zu hoch einstuft. "Wir müssen uns aber an den Vorgaben des Landes orientieren", erläuterte Baubereichsleiter Karlheinz Soppe. Kostengünstigere Varianten, wie im nordrhein-westfälischen Lahde im Rahmen eines Pilotprojekts installiert, seien in Niedersachsen weder vorgesehen noch erlaubt. Ein von Soppe zur Diskussion gestellter Vorschlag, den aus Richtung Warber kommenden Verkehr mithilfe einer optischen Einengung zu beruhigen, stieß auf wenig Gegenliebe. Der mit dem Straßenbauamt abgestimmte Entwurf sieht auf der östlichen Straßenseite eine niedrige heckenartige Begrünung und auf der gegenüberliegenden Seite die Anpflanzung einiger Bäume vor. An der Stelle sei bereits jetzt eine "Torsituation" vorhanden, die aber nichts helfe, merkte Jens Meier an; eine Hecke verstelle Autofahrern die Sicht und könne "tödlich für Kinder" sein, meinte Reinhard Peter. Renate Hattendorf-Strahler stufte die Anregung als "nicht optimal" ein. "Wenn wir uns darauf einlassen, bekommen wir nie eine Mittelinsel", war die Auffassung von Ortsbürgermeister Friedrich Meyer. Dennoch fand die Begrünung - als zusätzliche Maßnahme - ebenso Eingang in den Antrag wie Soppes Vorschlag, die Konstellation an der innerörtlichen Bushaltestelle mittels Haifischzahnmarkierung (analog der an der Bückeburger Pulverstraße in Höhe des Jetenburger Friedhofs vorgenommenen Kennzeichnung) zu entschärfen. Das könne die Aufmerksamkeit der Autofahrer beeinflussen, erläuterte der Baubereichsleiter. Für die einfachste Lösung, die Installation einer Radarblitzanlage, mochte sich niemand vollends erwärmen. "Nur wenn alles andere nicht klappt, dann in Gottes Namen, kann ein Blitzgerät aufgestellt werden", tat Ortsbürgermeister Meyer seine Einschätzung kund. Angesichts der Haushaltslage und der Priorität Bergdorfs in Sachen verkehrsberuhigender Maßnahmen erscheint es nicht ausgeschlossen, dass Scheie sich zunächst mit den "Haifischzähnen" bescheiden muss.

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