weather-image
27°
Todenmanner im Tonabbau: Höhenmesspunkt soll maximale Tiefe anzeigen

Ortsrat kraxelt durch Abbaugrube - Firma sagt bessere Kontrolle zu

Todenmann (crs). Es ist der wohl sportlichste Termin im Jahresprogramm des Ortsrates: Bei ihrer turnusmäßigen Besichtigung der Tonabbaufläche sind die Kommunalpolitiker am Dienstag quer durch die Grube gestiefelt, haben einen bereits leicht renaturierten Wall erklommen und die komplette Fläche anschließend einmal umrundet. Diese Inspektion fasste Ortsbürgermeister Uwe Vogt gut gelaunt zusammen: "Alles bestens - und nächstes Mal bringen wir einen Grill mit."

veröffentlicht am 01.09.2007 um 00:00 Uhr

Am Rande der Abbaufläche: Gemeinsam mit Vertretern von Stadt, La

Andreas Schwier, Geschäftsführer der Abbaufirma Bergmann, informierte die Ortsratsmitglieder gemeinsam mit Reinhold Koch von der Stadtverwaltung und Ulrich Tack von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises über den Stand der Dinge. Im Süden der Abbaufläche beginnt bereits die Renaturierung der ausgebeuteten Fläche: Bis zum nächsten Jahr soll hier die Böschung angelegt werden. Hier war die Sorge insbesondere bei Dr. Claus Uhde als Wortführer der Todenmanner groß, ob das Bodenmaterial denn für das Aufschütten der erforderlichen Böschung ausreichen würde. Schwier suchte den Anwohner zu beruhigen: "Für angeschrägte Flächen wird das ausreichen, wir hätten sogar noch weiter gehen können." Nicht zuletzt auf Uhdes Beschwerden hin hat die Firma Bergmann schon in der Vergangenheit Entgegenkommen gezeigt. "Wir laden sonnabends nicht mehr", betonte Schwier, "wir wollen doch auch keinenÄrger haben." Um weitere Lärmbelästigungen zu vermeiden, gehen die weiteren vier Abbaustufen jeweils erst Richtung Norden, dann Richtung Osten: "So schieben wir den Berg als Lärmschutzwall in Richtung Bebauung vor uns her", erläuterte Schwier das Prinzip. Etwa 20 Jahre lang wird hier noch abgebaut, abhängig auch von der Konjunktur. Ein einziges kleines Anliegen hatte Ulrich Tack von der Naturschutzbehörde auf Anregung Uhdes vorzubringen: Einen Höhenmesspunkt zur Kontrolle der maximalen Abbautiefe soll die Firma Bergmann installieren - was Schwier sofort zusagte.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare