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"Urknall"-Ensemble macht Lust auf afrikanische Lebensart

Originelle Tanzeinlagen, schauspielerische Komik

Bückeburg (tla). Hanna und Hans Köchling sind begeistert. Eine solche Atmosphäre bei einem Auftritt des "Urknall-Ensembles" im Jagdsaal von Schloss Baum hat das Ehepaar aus Bückeburg-Warber noch nicht erlebt.

veröffentlicht am 19.06.2008 um 00:00 Uhr

Schweißtreibend: Das Ensemble "Urknall" infiziert die Konzertbes

"Es war wirklich toll. Ein ganz besonderer Klang und einfach komplett anders als sonst", erzählt Hanna Köchling. Der Meinung ist auch ihr Mann: "Das Konzert war zuvor immer draußen im Garten. Aber auch hier im Saal wirkte die afrikanische Musik sehr gut." Mitorganisator Klaus Harms vom evangelischen Jugendwerk Schaumburg-Lippe zeigte sich ebenfalls sichtlich zufrieden: "Aufgrund des Wetters haben wir in diesem Jahr die Urknall-Darbietung gleich in den Jagdsaal verlegt. Die Akustik in diesem Zimmer hat etwas für sich." Gleich zu Beginn hallten die Klänge von Trommeln, Klang- und Schlaghölzern sowie Holzstäben durch den Raum. Dem Gesang folgte keinesfalls ein Urschrei, sondern die Gruppe "Urknall" mit temperamentvollen Tänzen aus West- und Liedern aus Südafrika. Die Formation, bestehend aus vier Frauen und drei Männern, hat ihre Wurzeln in Loccum und versteht es, ihr Publikum schnell zum taktgemäßen Mitklatschen zu bewegen. Witzig und fast als Kanon gesungen, erzählen die einzelnen Stücke eine Geschichte. Bei Liedern über "ein altes Auto" oder "einen ängstlichen Bullen" werden die Zuschauer mit originellen Tanzeinlagen und schauspielerischer Komik zum Lachen gebracht. Aber auch melancholische Gesänge verzauberten, wie etwa bei der Darbietung "Zug" ausSüdafrika über Trauer und Hoffnung. Einzelne Soloauftritte dürfen nicht fehlen - hüpfen, springen, in die Hocke gehen oder einen Holzstab so schwingen - wie bei einer Tanzeinlage aus der rhythmischen Sportgymnastik. Hartes Training ist deshalb gefragt. "Wir haben zehn Auftritte im Jahr. Gleich im Januar trainieren wir eine Woche lang und studieren das Programm ein. Danach treffen wir uns nach Bedarf", erklärt Julian Bergau aus Hannover-Langenhagen. Der Theologiestudent ist seit sechs Jahren bei der Gruppe "Urknall" und war bereits mehrmals in Afrika. Diesen Reisewunsch möchte sich Carola Schimke aus Beckedorf allerdings noch erfüllen: "Die afrikanische Musik strahlt pure Lebensfreude aus und ist sehr vielfältig." Durch den "Trommlertreff Vlotho" ist sie zum Ensemble gekommen. Hanna und Hans Köchling haben zwar nicht getrommelt oder getanzt, könnten aber durchaus durch fleißiges Klatschen und Singen beim Mitmachstück "ein Trommler, zwei Trommler, drei Trommler, vier Trommler rocken das Haus" ins Schwitzen gekommen sein.



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