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Siebelt Meier erfreut mit interessanter "Einkehr-Musik" in der Stadtkirche

Orgelmusik zwischen Bach und Webber

Bückeburg (dis). Im Rahmen der Konzertreihe "Orgelmusik zur Einkehr" konnte die Zuhörergemeinde in der Stadtkirche jetzt ein reizvolles Programm erleben.

veröffentlicht am 04.02.2008 um 00:00 Uhr

Kantor Siebelt Meier nutzt die Klangpalette der Orgel in der Sta

An der Janke-Orgel präsentierte der rührige Kantor Siebelt Meier ein Repertoire, das auf den ersten Blick konventionell anmutete. Schaute man zwei mal hin, gab es allerdings drei Ausnahmen: Marcel Courtonne (1883-1954), W.S. Lloyd Webber (1914-1982) und Ralph Kinder (1876-1952), denen Johann Sebastian Bach und ein Anonymus (18. Jahrhundert) vorangeschritten waren. Technisch auf selbstverständlich wirkender Souveränität fußend und farblich so apart wie überzeugend, breitete der Solist mit diesen Kompositionen ein durchaus facettenreiches Repertoire vor seinen Zuhörern aus, das zum Finale auf zustimmenden Beifall stieß. Mit dem hellen, schnellen "Concerto in D" des unbekannten Notentexters begann der Interpret seinen Reigen in flottem Tempo, um in ausdrucksvoll gliedernder Spielweise Bachs besinnliches "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ" und des Meisters lichtes, in sich verwobenes Gespinst des "Trio in a-Moll" folgen zu lassen. Anschließend standen der genauso rhythmischen wie effektvollen Courtonne-"Toccatina" Siebelt Meiers spezifische Beleuchtungen gut zu Gesicht. Auf ungewohntem Terrain bewegte sich der Organist zudem beim engagierten Vortrag der stimmungsmäßig abwechslungsreichen Sätze "Aria", "Larghetto" sowie "Trumpet Minuet" aus dem "Song without words" von Webber, die übrigens keine akustische Attacke aussparten. Nicht minder lebendig entwarf der Künstler zum Abschluss das mal temperamentvoll-ausladende, dannwieder walzerbeschwingte Tongemälde von Kinders "Toccata in D" und nutzte auch hierbei die Klangpalette seines Instrumentes voll aus.



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