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Siebelt Meier kitzelt aus der Janke-Orgel auch andere Töne

Orgelmusik muss nicht immer schwer und getragen sein

Bückeburg (jp). Wer sagt eigentlich, dass Orgelmusik, insbesondere die in Kirchen gespielte, immer schwer, ernsthaft und getragen sein muss? Stadtkirchenkantor Siebelt Meier bewies das genaue Gegenteil: Im Rahmen des Bückeburger Orgelherbstes präsentierte er unter dem Titel "Die heitere Orgel" einen ganzen Strauß von Melodien, die man in einem altehrwürdigen Gotteshaus wie der Bückeburger Stadtkirche zunächst einmal nicht erwartet hätte.

veröffentlicht am 01.11.2007 um 00:00 Uhr

Siebelt Meier bewies an der Janke-Orgel, dass Orgelmusik nicht i

Siebelt Meier eröffnete das vierte Konzert der Veranstaltungsreihe zum zehnjährigen Bestehen der Janke-Orgel mit "Allegro brilliante" von Vincenzo Petrali, um dann gleich vier Orgel-Kompositionen von Nigel Ogden anzuschließen. Ogden, der seit seinem 12. Lebensjahr Orgel spielt, präsentiert seit den 80er Jahrenin der BBC die Show "The organist entertains". Von ihm erklangen "Scherzo for the white rabbit", "Penguins playtime", "An art deco piece" und "A leprechaun in London". Mit "The Entertainer" von Scott Joplin stieß Siebelt Meier anschließend in wirklich nostalgische Kinogefilde vor. Schließlich gilt der berühmte Ragtime, geschrieben 1902 für Solo-Klavier, bis heute als unverkennbare Erkennungsmelodie des mehrfach Oscar-preisgekrönten Kinoklassikers "Der Clou" mit Robert Redford und Paul Newman aus demJahr 1973. Das Konzert beschloss "Danke für diesen guten Morgen" von Thomas Riegler und "Sortie" von Christopher Tambling. "Klingt heute alles ein bisschen nach Karussell", urteilte der Kirchenkantor selbst zu dem Programm. Die Zuhörer in der Stadtkirche nahmen es und - so sollte es sein - mit Humor.



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