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Öffentlichkeit zu spät informiert

Organisatorischer Irrsinn

Die Kreisabfallwirtschaft informiert in der Dewezet am 20. März über die Schließung der Kompostplätze am gleichen Tag. Weil angeblich „eine Zunahme der Anlieferungen in den letzten Tagen belegt, dass die freie Zeit, die die Coronakrise bedingt, offensichtlich gern genutzt wird, um Aufräumarbeiten, Frühjahrsputz, Renovierungs- und Gartenarbeiten vorzunehmen“.

veröffentlicht am 24.03.2020 um 00:30 Uhr

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Zu: „KAW schließt Entsorgungspark“, vom 20. März

Die meisten Gartenbesitzer haben sicher, wie in jedem Frühjahr, auch ohne Pandemie im Laufe der Woche ihre Gärten geputzt und ihre Anhänger mit Grünzeug beladen, um sie freitags auf dem Kompostplatz zu entsorgen. Diese voll beladenen Anhänger werden jetzt wochenlang in den Hauseinfahrten oder am Straßenrand stehen, vor sich hingären und bei Regen Gülle produzieren, die in die Kanalisation läuft. Der Mitarbeiter auf dem Kompostplatz Bad Pyrmont sitzt weit weg von den Kunden auf dem geschlossenen Radlader. Die Kunden sind beim Abladen mindestens eine Fahrzeugbreite voneinander entfernt.

Ich habe viel Verständnis und unterstütze die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise, auch die Schließung von Abfallplätzen ist sinnvoll. Aber die Information der Öffentlichkeit, wenige Stunden, bevor die Maßnahme wirksam wird, ist in meinen Augen organisatorischer Irrsinn und lässt keinen Raum, sich als Betroffener darauf einzustellen.

Bleibt nur zu hoffen, dass jetzt einige Frustierte ihren Grünmüll nicht in der freien Natur entsorgen.



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