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Die Vitaminbomben haben jetzt auf dem Wochenmarkt Saison

Orangen: Süße Waffen im Kampf gegen Schnupfen

Hameln (kar). „Hatschiiii“ – der Schnupfen lässt grüßen! Bei diesem Wetter wird er zum Dauerthema. Und die Stärkung des Immunsystems zur Pflicht. Einer „süßen Pflicht“, wenn man zu den richtigen Früchten greift. Denn: Jetzt ist die Zeit der Orange, der inzwischen am häufigsten angebauten Zitrusfrucht der Welt. Ursprünglich eine Kreuzung zwischen Mandarine und Pampelmuse wurde die aus China stammende Pflanze im 12. Jahrhundert auf dem Landweg nach Europa gebracht. Sie wird auch gern Apfelsine genannt, was sich von „Apfel aus China“ ableitet.

veröffentlicht am 06.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 16.03.2010 um 11:36 Uhr

Süß, vitaminreich und in Schnupfenzeiten genau das Richtige: Apf

Hameln (kar). „Hatschiiii“ – der Schnupfen lässt grüßen! Bei diesem Wetter wird er zum Dauerthema. Und die Stärkung des Immunsystems zur Pflicht. Einer „süßen Pflicht“, wenn man zu den richtigen Früchten greift. Denn: Jetzt ist die Zeit der Orange, der inzwischen am häufigsten angebauten Zitrusfrucht der Welt. Ursprünglich eine Kreuzung zwischen Mandarine und Pampelmuse wurde die aus China stammende Pflanze im 12. Jahrhundert auf dem Landweg nach Europa gebracht. Sie wird auch gern Apfelsine genannt, was sich von „Apfel aus China“ ableitet. Damals kannte man nur die Bitterorange. Die süße Orange, wie wir sie heute lieben, kam erst im 15. Jahrhundert durch portugiesische Seefahrer nach Europa und wurde zunächst auch nur in Portugal angebaut. Heute kommen viele aus Spanien. Die größten Orangen-Produzenten aber sind Brasilien und die USA.

Es gibt rund 400 verschiedene Sorten von Orangen. Die bekanntesten sind die Navelorangen. „Sie sind groß, sehr fleischig und lassen sich gut schälen“, sagt Ilona Schreeck aus Gehrden-Leveste, die – wie andere Obst- und Gemüsehändler auch – an ihrem Stand auf dem Wochenmarkt gleich mehrere Orangen-Sorten anbietet. Navelorangen stammen ursprünglich aus Brasilien, besitzen eine dicke Schale, schmecken süß, enthalten wenig Säure und eignen sich gut zum Essen, da sie sich prima in Spalten teilen lassen und so gut wie keine Kerne enthalten. Eine Navelorange kostet bei Ilona Schreeck 60 Cent. Blutorangen gibt für 2,95 Euro pro Kilo. „Sie haben rotes Fruchtfleisch, sind saftig und sehr aromatisch“, sagt Ilona Schreeck. Noch saftiger sind die Saftorangen: Sie sind – wie der Name schon sagt – perfekt zur Gewinnung von Saft: Diese Apfelsinen sind kleiner, sehr süß und haben eine dünne Schale. 25 Stück kosten bei Schreeck 2,50 Euro. Wer frisch gepressten Orangensaft liebt, sollte beachten, dass sich die Vitamine im Laufe der Zeit verflüchtigen, der Saft also umgehend getrunken werden muss, um ein Maximum an Wirkung zu erzielen.

Die Orange wird in Schnupfen-Zeiten besonders gern gegessen, weil sie sehr viel Vitamin C enthält. Eine einzige Frucht deckt annähernd 120 Prozent des Tagesbedarfes an Vitamin C. Die Orange ist aber auch reich an Karotin, Kalium, Kalzium und Phosphor. Und sie besitzt Inhaltsstoffe, die Wissenschaftler als Antioxidantien bezeichnen. Das sind Substanzen, die dem Körper im Kampf gegen zellschädigende Sauerstoffmoleküle helfen, die Herzerkrankungen, verstopfte Arterien oder sogar Schlaganfall verursachen können. Apfelsinen sind also nicht nur nützlich, wenn man von Schnupfen oder Grippeviren geplagt wird, sondern sind generell ein optimaler Gesundheitspolizist. Sie stärken das Immunsystem, wirken gegen Wetterfühligkeit und Frühjahrsmüdigkeit, sind leicht verdaulich und harntreibend. Studien aus England und den USA belegen sogar, dass die süßen Früchte bei der Bekämpfung von Lungen- und Brustkrebs helfen können.

Gourmets lieben Orangen, weil sie vielen Speisen und Saucen das gewisse Extra, die fruchtige Note, geben. Das funktioniert übrigens nicht nur bei der beliebten „Ente à l’Orange“, sondern auch mit Fisch. Probieren Sie doch mal „Lachs in Orangensoße“. Dafür müssen Sie den Lachs mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz würzen. Eine unbehandelte Orange heiß waschen und gut trocken reiben. Einen Teil der Schale dünn abschälen und in feine Streifen schneiden. Orange schälen und filetieren. Den Lachs in einer Auflaufform auf die Orangenfilets legen. Aus Crème fraîche, in heißem Wasser aufgelöster Krebspaste, Pfeffer, Orangenschale und Orangensaft eine würzige Sauce rühren. Diese über den Lachs verteilen und alles etwa 20 Minuten auf der mittleren Schiene im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen garen. Dazu schmecken Pellkartoffeln.



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