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17-jähriges Mädchen meldet "Fund" über Notruf / Eigentümer wird gesucht

"Orange Schlange" in der Nordstadt - Polizei greift zu Besen und Eimer

Rinteln (wm). Zumindest einen Nachmittag lang beherbergte das Polizeikommissariat am Haspurthweg gestern ein ungewöhnliches Haustier - eine Schlange. Ein 17-jähriges Mädchen hatte um 14 Uhr die Polizei über Notruf alarmiert: Auf einem Fußweg an der Robert-Koch-Straße in der Nähe des Krankenhauses ringle sich eine "orangefarbene Schlange".

veröffentlicht am 21.03.2007 um 00:00 Uhr

Vermutlich eine Kornnatter - ein Reptilienhändler in Bückeburg h

Weil die Farbe - orange - zumindest darauf schließen ließ, dass das Reptil höchst giftig sein könnte, schickte der diensthabende Beamte sofort einen Streifenwagen zum Fundort. Dort war die 17-Jährige geblieben, bis die Polizei eingetroffen ist. So war es nicht schwierig, das Tier zu finden und mit Hilfe eines Besens in einen Plastikeimer zu bugsieren. Hoffnung machte zunächst ein Nachbar den Beamten, bei ihrer Suche nach dem Besitzer des Reptils. Er kenne da jemanden, ganz in der Nähe, der Schlangen halte und dem eine entwischt sei. Mit einem Telefonat klärten die Beamten schnell, dass diese einst vermisste Schlange längst tot im Garten des Besitzers aufgefunden worden ist. Jetzt wird das in der Nordstadt gefundene Reptil, bis sich der Besitzer gemeldet hat, in professionelle Obhut gegeben - an eine Reptilien-Handlung in Bückeburg. Die bestimmte zumindest erst einmal per Ferndiagnose am Telefon nach der Beschreibung der Beamten, um was für eine Spezies es sich handeln könne: Vermutlich ist es eine Kornnatter und die ist nicht nur ungiftig, sondern wird gern als Haustier gehalten. Sie hat den Vorteil, relativ klein zu bleiben, etwa 1,20 Meter lang. Auf ihrer Speisekarte stehen Mäuse wie Vögel oder Ratten. Wer eine Kornnatter besitzt, kommt auch nicht mit dem Gesetz in Konflikt. Das Tier steht nicht auf der Liste der bedrohten Arten und darf in Terrarien gehalten werden.

Kommissar Jens Peuckert hat das "Fundstück" in einem Plastikeime
  • Kommissar Jens Peuckert hat das "Fundstück" in einem Plastikeimer untergebracht. Fotos: wm


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