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Vor Gericht: Beweisaufnahme nähert sich dem Ende / 30 Zeugen vernommen / Heute wird Prozess fortgesetzt

"Oralsex-Fall": Schülerin sagt vor der Jugendkammer aus

Rinteln/Bückeburg (maf). Nach vier Verhandlungstagen und insgesamt 30 vernommenen Zeugen rückt das Ende der Beweisaufnahme im Vergewaltigungsprozess näher. Dem seit sieben Monaten in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten (22) wird vorgeworfen, vor knapp drei Jahren mit einer ihm bekannten Schülerin in der Dunkelheit auf einen Feldweg nahe des Rintelner Krankenhauses gefahren zu sein. Dort soll er das damals 15 Jahre alte Mädchen im Auto zum Oralsex genötigt haben (wir berichteten).

veröffentlicht am 26.11.2008 um 00:00 Uhr

Am jüngsten Verhandlungstag äußerte sich die ehemalige Freundin des jüngeren Bruders der Schülerin vor der Jugendkammer des Bückeburger Landgerichts. Die heute 21-Jährige hatte kurz nach dem Geschehen in der Feldmark von der Sache gehört. Von dem Mädchen oder seiner Familie will sie dann erfahren haben, dass der Angeklagte das Mädchen schon früher zum Oralsex gezwungen habe. Weil ihr einige Dinge merkwürdig vorgekommen waren, suchte die junge Frau später einen Anwalt auf und berichtete ihm von der Geschichte. Vor Gericht konnte sie sich nun allerdings nicht mehr genau an die früheren Ereignisse erinnern. Anschließend sagte das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer beinahe drei Stunden lang vor der Jugendkammer unter Vorsitz von Richterin Dr. Birgit Brüninghaus aus. Das Mädchen, das kürzlich wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung eine zweimonatige stationäre Therapie absolviert hatte, war bislangim laufenden Prozess noch nicht vernommen worden. Nach Einschätzung ihrer Therapeuten wären die Behandlungserfolge bei einer Anhörung gefährdet. Daraufhin schloss die Kammer für die Dauer der Vernehmung der Schülerin die Öffentlichkeit und auch den Angeklagten von der Hauptverhandlung aus. Der Prozess wird heute fortgesetzt.



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