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Pörtner beim Geburtstagsbesuch: Erfolgsstory / Aufwärtstrend

Opferhilfe: Rekordzahlen im fünften Jahr des Bestehens

Bückeburg (bus). Im Bückeburger Opferhilfebüro zeichnet sich für das fünfte Bestehensjahr eine Rekordzahl betreuter Personen ab. Das offiziell am 15. Juli 2002 eröffnete Büro haben bis zum "Wiegenfest" am 15. Juli 2007 52 Frauen und Männer aufgesucht. "Das spricht indes nicht für eine Steigerung der Straftaten sondern für die gestiegene Bekanntheit und Akzeptanz der Einrichtung", erläuterten Leiterin Dagmar Behrens und Opferhilfevorstand Reinhard Sievers dem Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner, der dem an der Schulstraße 2 angesiedelten Büro einen Geburtstagsbesuch abstattete.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:57 Uhr

Dagmar Behrens und Reinhard Sievers (links) erläutern Friedel Pö

Die aktuelle Zahl bestätigt den Trend der zurückliegenden Jahre, der vom Gründungshalbjahr 2002 (zwölf Personen), über 2004 (62) und 2006 (71) eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung verzeichnet. "Wir werden von Jahr zu Jahr besser wahr- und besser angenommen", interpretierte Sievers den Fortschritt. Behrens legte dem Landtagsabgeordneten dar, dass das primäre Bedürfnis der Opfer nach wie vor darin bestehe, psychische Belastungen aus zumeist gewalttätigen Erlebnissen aufzuarbeiten und Unterstützung bei der Bewältigung der aus der Straftat resultierenden Belastungen zu erhalten. Die meisten auf finanzielleUnterstützung abzielenden Anträge seien 2006 wie in den Vorjahren aufgrund von Initiativen anderer Einrichtungen oder auf ihre Anregung hin gestellt worden. Behrens und Sievers machten als weitere Ursache der positiven Entwicklung die Zusammensetzung des Büroteams aus. "Wir arbeiten seit fünf Jahren in derselben Besetzung", betonte das Duo. Was als Zeichen dafür genommen werden könne, dass "es auch innerbetrieblich rund läuft". Zudem klappe die Zusammenarbeit mit Justiz, Polizei und "Weißem Ring" nahezu reibungslos. Pörtner, der dem für die Bewohner des Landgerichtsbezirks Bückeburg zuständigen Büro das Prädikat "Erfolgsstory" beimaß, sorgte sich angesichts der stetig wachsenden der Betreutenzahl um die personelle Ausstattung der Hilfseinrichtung - Behrens erledigt ihre Arbeit derzeit als Halbtagskraft, die Personalkosten trägt das Land Niedersachsen. Er wolle im Justizministerium die Möglichkeiten einer personellen Aufstockung erkunden, kündigte der Abgeordnete an. "Ich könnte mir auch eine sehr intensive Nachfrage erlauben", gab Pörtner zu verstehen. "Ich bin ein auslaufendes Modell und habe nichts zu befürchten." Das Bückeburger Opferhilfebüro ist unter der Telefonnummer (0 57 22) 290-264 zu erreichen.



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