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Vor besonderen Kulissen

Opernstars geben Live-Streaming-Konzerte

Die New Yorker Metropolitan Opera hat eine Reihe entwickelt, um Freunde von klassischer Musik in Corona-Zeiten musikalisch zu unterhalten. Anna Netrebko, Diana Damrau und Jonas Kaufmann machen mit.

veröffentlicht am 12.07.2020 um 11:16 Uhr
aktualisiert am 12.07.2020 um 14:21 Uhr

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Opernstars wie Anna Netrebko, Diana Damrau und Jonas Kaufmann sollen im Auftrag der New Yorker Metropolitan Opera in den kommenden Monaten Live-Streaming-Konzerte vor besonderen Kulissen in Europa und den USA geben.

Den Auftakt mache der Münchner Opernsänger Jonas Kaufmann, der am 18. Juli im Kloster Polling singen soll, teilte die Metropolitan Oper am Samstag (Ortszeit) mit.

Danach soll unter anderem am 10. Oktober die russisch-österreichische Operndiva Anna Netrebko im Palais Liechtenstein in Wien auftreten und zwei Wochen später die in Günzburg geborene Sopranistin Diana Damrau gemeinsam mit ihrem Kollegen Joseph Calleja in Malta. Alle Konzerte finden ohne Publikum statt, werden aber live im Internet übertragen. Tickets kosten 20 Dollar (etwa 18 Euro).

«Wir haben uns alle zusammen entschieden, etwas Neues auszuprobieren», sagte der Direktor der Metropolitan Oper, Peter Gelb, bei einer Pressekonferenz am Samstag (Ortszeit). Das seit Mitte März geschlossene Opernhaus in der von der Coronavirus-Pandemie besonders stark betroffenen Millionenmetropole New York hatte vor kurzem angekündigt, nicht vor dem 31. Dezember wieder aufmachen zu wollen. Damit gehen der Met Schätzungen zufolge Einnahmen in Millionenhöhe verloren. «Es ist eine sehr schwierige Zeit», sagte Gelb.

Der aus Deutschland ebenfalls in die Online-Pressekonferenz eingeschaltete Opernsänger Kaufmann sagte, er habe die Zeit der Pandemie mit Aufnahmen klassischer Lieder verbracht. «Das ist eine Kunstform, die für eine Zeit wie diese wie gemacht scheint.» Kollegin Damrau erzählte, sie habe einen großen Teil der Zeit in Frankreich verbracht. «Mit dem Lockdown habe ich dann von einem Moment auf den anderen aufgehört, Opernsängerin zu sein, und wurde zur Lehrerin für meine beiden Kinder.» Das sei sehr anstrengend gewesen und sie habe keine Energie mehr zum Singen gehabt. «Ich habe dann irgendwann angefangen, Musicals und viel Kirchenmusik zu singen, das hat mich ruhiger gemacht.» Inzwischen habe sie aber unter anderem in Zürich schon wieder ein Konzert gegeben.



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