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Vikilu beteiligt sich am bundesweiten Wettbewerb „Die Kinder des Olymp“ mit dem Projekt „Die Mädchen von Theresienstadt“

Oper über 13 Mädchen im Ghetto von Theresienstadt

Hameln. Das Viktoria-Luise-Gymnasium nahm in diesem Jahr an dem bundesweiten Wettbewerb „Kinder zum Olymp“ teil. Unser Thema war „Theresienstadt“. Viele Fachgruppen beleuchteten dieses dunkle Gebiet der deutschen Geschichte aus ihrer Perspektive.

veröffentlicht am 14.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 11:41 Uhr

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Die Musikklasse 9e hat sich zusammen mit Herrn Melloh-Sowa entschieden, ihren Beitrag zum Thema „Theresienstadt“ mit der Einstudierung und Aufführung der Oper „Die Mädchen von Theresienstadt“ von David Paul Graham zu leisten.

Die Oper zeigt den Alltag von 13 Mädchen im Getto Theresienstadt mit all seinen Höhen und Tiefen. Thematisiert werden dabei unter anderem die Freundschaften zwischen den Mädchen, die im Zimmer 28 des Mädchenheims L 410 wohnten. Diese Freundschaften gaben den Mädchen Sicherheit, denn die Bedrohung durch die SS-Männer und die Angst vor einer Deportation standen trotzdem immer im Vordergrund.

Die Idee des Wettbewerbs „Kinder zum Olymp“ besteht unter anderem darin, externe Profis hinzuzuziehen. So entstand eine enge Zusammenarbeit mit der Choreografin Ulla Geiges, der Gesangslehrerin Frau Szabo und der Make-up-Artistin Rebecca Melloh. Insgesamt wurde viel Zeit investiert und in über 60 zusätzlichen Schulstunden auch nachmittags geprobt.

Die Aufführungen fanden am 5. und 6. Juni in der Aula vom Vikilu statt, wobei das Publikum auch atmosphärisch in ein Konzentrationslager versetzt werden sollte.

Mithilfe des Kunstkurses von Herrn Hagemann entstanden Eingangsschilder und Stacheldrahtillusionen. Zunächst spielte das Schulorchester unten in der Pausenhalle unter der Leitung von Hans-Martin Haas die Titelmelodie aus Schindlers Liste. Nach einer kurzen Begrüßung von Frau Dr. Kempf, die die Organisation des Wettbewerbs innehatte, bewegte sich das Publikum langsam – einem langen Tross ähnelnd – durch das düstere Treppenhaus des Mädchenheims nach oben in den 3. Stock bis in das Zimmer 28, die Aula, die Mädchen in ihren 3-stöckigen Betten liegend.

Beide Aufführungen haben das Publikum ergriffen und eine Geschichte erzählt, die hoffentlich niemals vergessen wird. Auch die 24 Mädchen und zwei Jungen der Musikklasse 9e werden dieses Projekt und somit das, was in Theresienstadt geschah, durch diese intensive Inszenierung niemals vergessen, verraten sie Udo Melloh-Sowa



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