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"English Day" im Krankenhaus-Kindergarten / Unterricht einmal in der Woche

One, two, three - mit Hund "Mopsy" lernen Kinder kinderleicht Englisch

Rinteln (who). Die Kindertagesstätte des Rintelner Kreiskrankenhauses kann mit etlichen Sonderaktionen dienen. Eine davon haben Kinder und Erzieherinnen den Eltern und anderen Besuchern jetzt beim "English Day" vorgestellt.

veröffentlicht am 05.07.2006 um 00:00 Uhr

Ganz laut schallt es den Gästen zur Begrüßung entgegen: "Good morning!" Die Räume sind mit britischen Fähnchen geschmückt und dazu geht's heute den ganzen sowieso nur englisch zu. Beim Unterhaltungs- und Spiele-Programm sprechen die Kinder und Erzieherinnen immer wieder englisch. Deshalb wird bei Turnübungen "one, two three" gezählt und nicht "eins, zwei, drei" und darum gibt's zu Mittag keine Pizza, sondern "Fish and Chips", ganz so wie in England. Für die Kinder sind das keine neuen Worte. Sie wissen schon lange, dass Pommes frites auf Englisch "Chips" heißen - und dass "Chips" deswegen eben keine Kartoffelchips sind. Marlis Hoffmann, die Leiterin, und Lynda Friedrich erklären, wie es kommt, dass im Krankenhaus-Kindergarten schon seit fünf Jahren so viel Englisch gesprochen wird. Lynda Friedrich stammt selber aus England, und als damals ihre vierjährige Tochter in den Kindergarten gekommen ist, hat das Ganze angefangen. "Die Kleine hat ja fließend in beiden Sprachen gesprochen und ganz schnell fingen die anderen Kinder auch an, englische Worte zu benutzen", erklärt Marlies Hoffmann. Daraus habe sich ein regulärer kindgerechter Englisch-Unterricht entwickelt. Lynda Friedrich ist die "Teilzeitlehrerin" im Kindergarten. Einmal pro Woche ist sie für die Drei- bis Sechsjährigen da und bringt ihnen spielerisch einfaches Umgangs-Englisch bei, eine halbe Stunde für jedes Kind. Dabei hilft ihr der kleine Hund "Mopsy". Lynda Friedrich hat sich in einer speziellen Fortbildung für den Einsatz von Handpuppen qualifiziert. Und sie weiß auch, dass inzwischen alle Rintelner Grundschulen mit viel Spaß ihren English Day veranstalten. "Frau Hoffmann hatte davon gehört und fand die Idee so gut, dass wir das jetzt auch gemacht haben." Die Tagesstätten-Leiterin erklärt den Englisch-Unterricht: "Wir bieten seit fünf Jahren ergänzend zu unserem normalen Programm spielerisches Englischlernen an. Das Ganze hat sich so gut bewährt, dass Englisch seit Mai in unserem neuen pädagogischen Konzept enthalten ist." Einen positiven Nebeneffekt davon hat sie längst registriert: "Unsere Kinder brauchen keine Sprachfördermaßnahme, wenn sie in die Schule kommen. Und sie haben keine Angst vor dem späteren Englisch-Unterricht."

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