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6. Auflage in der Liethhalle / Nur einen stört der Krach / Reine Mädchenband im nächsten Jahr?

Oktoberfest-Party: 500 feiern bis 2 Uhr nachts

Obernkirchen (rnk). Auch oktoberfesterfahrene Bands sehen sich in der Bergstadt stets mit einem Phänomen konfrontiert, das sie so nicht kennen: Dieser große Fleck vor der Bühne, dort, wo keine Tische und Stühle stehen, obwohl dies doch die besten Plätze wären - das wird dann wohl die Tanzfläche sein. Denn in Obernkirchen will die partywillige Meute nicht nur kräftig schunkeln und mitsingen - sie will auch das Tanzbein schwingen. Und so stellt "Bergland Light" sein Programm ziemlich schnell um: weg mit den parodistischer Einlagen, keine Ausflüge mehr ins Publikum, sondern her mit den Hits. Und dann die Hände zum Himmel.

veröffentlicht am 26.09.2006 um 00:00 Uhr

Ab 21 Uhr wird es auf der Tanzfläche richtig voll: "Bergland Lig

Die sechste Auflage des Obernkirchener Oktoberfestes in der Liethhalle ist fast ausverkauft, aber eben nicht ganz. Das gehe schon in Ordnung, meint Cheforganisator Jörg Nitsche, "im letzten Jahr hatten wir besuchermäßig auch einen echten Ausreißer nach oben". An diesem Wochenende habe sich alles wieder auf gewohntem Niveau eingependelt. Rund 500 Menschen feierten in der dafür bestens geeigneten Liethhalle, gegen 2 Uhr packten die Musiker ihre Instrumente ein, 90 Minuten später trollten sich auch die letzten Gäste. Gestört fühlte sich eigentlich nur einer: ein kleines Eichhörnchen, das offensichtlich in der Halle wohnt und nachschauen wollte, woher der Radau kommt. Dabei plumpste es einer Besucherin noch auf dem Kopf und wurde dann - unter reger Anteilnahme der halben Halle - gefangen und draußen in die Freiheit entlassen. Organisator Nitsche kann den Erfolg des jeweiligen Festes in aller Regel an den Beschwerden festmachen - und noch nie waren es so wenig wie dieses Mal, erklärte er gestern Morgen: auch und gerade von denjenigen, die sich im letzten Jahr beschwert hatten, dass es zu viel Pop und zu wenig Oktoberfestmusik gegeben habe. "Es waren alle zufrieden." Auch die Mitarbeiter, denen Nitsche gegen Mitternacht noch eine kleinen Obolus auf ihr Gehalt legte. Übrigens: Mit dem Original in der bayrischen Landeshauptstadt ist das Bergstädter Oktoberfest nur bedingt zu vergleichen: Die Maß kostete vorgestern 5,20 Euro - und war auch bis oben hin eingeschenkt. Weil Nitsche "seinem" Publikum gern etwas neues präsentiert, ist für 2007 zurzeit diese Variante angedacht: Eine Frauenband soll dann die Liethhalle rocken.

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