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Sonntagsöffnungen nicht genehmigen

Ohrfeige für die Angestellten

Ich kann es einfach nicht glauben. Es ist noch nicht sehr lange her, da wurden unter anderem auf die Beschäftigten des Einzelhandels wahre Dankeshymnen gesungen. Mit Recht. Denn sie haben im Hoch der Coronazeit einen harten Job gemacht

veröffentlicht am 31.07.2020 um 21:15 Uhr

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Zu: „Handel in der Krise: Hameln fordert Sonntags-Shopping“, vom 9. Juli


Ungeachtet der Ansteckungsgefahr und der Gereiztheit mancher Kunden waren sie ungehindert für uns da. Die Jagd nach Toilettenpapier, Nudeln, Mehl und so weiter haben sie über sich ergehen lassen müssen. Und jetzt? Es ist einfach nicht zu fassen. Diese Angestellten erhalten jetzt statt Wertschätzung schallende Ohrfeigen in Form von Sonntagsarbeit, und das noch vier Mal bis zum Jahresende. Der einzige Tag in der Woche, den die Verkäuferinnen und Verkäufer mit ihrer Familie verbringen können, soll ihnen genommen werden. Der verkaufsoffene Sonntag soll volle Städte und Geschäfte bringen. Was bitte ist denn mit der Abstandshaltung? Wo sollen die Leute, die in Kurzarbeit sind oder waren, und die, die ihre Jobs durch Corona verloren haben und keinerlei Unterstützung bekommen, denn bitte das Geld hernehmen, welches ihnen an diesen Sonntagen aus der Tasche gezogen werden soll? Wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich viele Geschäfte, auch in der Galerie, die immer noch verkürzte Öffnungszeiten haben. Stattdessen aber Sonntags öffnen? Wie passt das alles zusammen? An die Erfinder und Befürworter: Haben sie denn nichts gelernt? Ich hoffe inständig, dass diese Sonntagsöffnungen nicht genehmigt werden!



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