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WGA: Internet als Diskussionsforum

"Ohneörtliche Kandidaten auch keine Stimmen"

Auetal (rnk). Kommunalwahlen kann die Wählergemeinschaft Auetal mit einer großen Portion Gelassenheit entgegensehen: Rund 20 Prozent und vier Sitze im Gemeinderat sind nun schon seit Jahrzehnten das Standardergebnis. Warum es nicht mehr werden, erklärte Vorsitzender Siegbert Held auf der Jahresversammlung: "Es fehlen Kandidaten."

veröffentlicht am 30.03.2007 um 00:00 Uhr

Langsam, aber doch sicher gehe der Kommunalwahl-Trend etwas nach unten, bilanzierte Held. Und stimmte in eine Klage ein, die auch von den anderen Auetaler Parteien zu hören ist: Es falle immer schwerer, jemanden zu finden, der sich ehrenamtlich in der Politik engagiert. Aber nur so könne man bei Wahlen punkten. Held verwies auf die nackten Zahlen: Über 57 Prozent habe die WGA im September in Altenhagen geholt, auch in Schoholtensen und Rannenberg habe man über der 50-Prozent-Marke gelegen, in Rehren mit 18,9 Prozent immer noch aufgeholt, während es etwa in Escher nur zu 1,6 Prozent gereicht habe. Keine Frage: "Wo unsere Kandidaten gute Politik machen, wird das von den Wählern honoriert. Haben wir in den Orten keinen Kandidaten, gibt es auch keine Stimmen." Ein weiteres Problem ist der Altersdurchschnitt der Gemeinschaft: Als die Gründerväter der WGA einst zum Sturm aufs Rathaus bliesen, waren Held oder Heinrich Wente gerade einmal Mitte bis Ende 20. Heute ist, von Luigi Coi aus Rolfshagen abgesehen, weit und breit kein Nachwuchs in Sicht, der an die WGA-Politik herangeführt werden kann. Gelinge es nicht, junge Leute für die Politik zu gewinnen, so Held, sehe es in einigen Jahren düster mit der kommunalen Politik aus. Ganz zufrieden war der WGA-Vorstand mit dem von dem Wahlkampf reaktivierten Internet-Auftritten. 300 bis 350 Zugriffe würden pro Monat verzeichnet, damit sei man zufrieden. Es müssten allerdings weiter Anreize gegeben werden, damit das Medium interessant bleibt, meinte Held: Es solle zur Diskussionsebene ausgebaut werden. Generell gelte auch für die Kommunalpolitik und die WGA: "Es geht nicht ohne Internet."



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