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Gaudi für alte Hasen bei der Feuerwehr: Viel Rasierschaum - aber Schlagsahne ist verboten

Ohne Zeltlagertaufe kommt kein Neuer davon

Rinteln/Landkreis (who). Wer das erste Mal bei einer Seereise den Null-Breitengradüberquert, darf sich sicher sein, dass ihm die Äquatortaufe droht - mit allem, was dazugehört. Den Neuling en bei Jugendfeuerwehr-Zeltlagern droht einähnliches Spektakel, das sich während der vergangenen Woche im Kreiszeltlager vielfach zwischen den Unterkunftszelten vollzogen hat.

veröffentlicht am 19.07.2008 um 00:00 Uhr

Das hat bislang noch jeder Neuling bei seinem ersten Zeltlagerüb

Besonders gestern am letzten Tag haben viele Gruppen die letzte Chance genutzt, um die Greenhorns mit demüberlieferten Ritual vertraut zu machen. Ganz viel Rasierschaum gehört dazu, mit dem die Probanden von oben bis unten eingeseift werden. Ob dieser anschließend an Ort und Stelle mit kräftigen Wassergüssen wieder abgespült wird oder ob die Neulinge dafür zu den Duschen abrauschen dürfen, istder Entscheidung der Täufer-Mannschaft vorbehalten. Die besteht aus Zeltlagerteilnehmern, die die Prozedur schon hinter sich haben müssen. Wichtig an der Sache ist, dass die Probanden oder, besser ausgedrückt, "Delinquenten" über den Zeitpunkt ihrer Taufe im Unklaren gelassen werden. Was zählt, ist der Überraschungseffekt. Deshalb kommt der Zugriff nicht selten dann, wenn die Neulinge schon annehmen, vergessen worden zu sein. Dann schlägt die Stunde für das Rollkommando, das sich in der Regelaus dem nächsten Freundeskreis rekrutiert. "Abführen", heißt es dann und wer nicht freiwillig folgt, wird mit sanftem Nachdruck unter großer Anteilnahme der Taufgesellschaft auf eine Biergartenbank gebunden und mit besagtem Rasierschaum überzogen. "Was anderes ist nicht erlaubt, und der Gebrauch von Lebensmitteln ist sowieso verboten", erklärt einer der Betreuer, die darüber wachen, dass es beim bloßen Spaß bleibt und die Zeltlagertaufe ohne Auswüchse über die Bühne geht. Und dem Täufling hilft sein Wissen beim Überstehen der Prozedur: "Beim nächsten Mal darf ich ja selber mitmachen..."



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