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Brigitte Frey seit 25 Jahren Tierpflegerin beim Tierschutzverein / Engagiert wie am ersten Tag

"Ohne Tiere könnte ich gar nicht mehr leben"

Bückeburg (jp). Ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiert in diesen Tagen Brigitte Frey. Am 1. Mai 1981 trat sie, damals noch gemeinsam mit ihrem Ehemann und unter dem Namen Brigitte Carapezza, ihren Posten als hauptamtliche Tierpflegerin beim Tierschutzverein Bückeburg-Rinteln an. Sowohl unter der langjährigen Vorsitzenden Marianne Riehl als auch ihrem Nachfolger Stefan Diekmann und der jetzigen Vereinschefin Monika Hachmeister kümmerte und kümmert sich Brigitte Frey um das Wohlergehen der zahllosen ausgesetzten und abgegebenen Vierbeiner, die seit 1981 eine vorübergehende Bleibe im Bückeburger Tierheim fanden.

veröffentlicht am 25.04.2006 um 00:00 Uhr

In Brigitte Freys Amtszeit fielen so markante Ereignisse wie der Umzug des Tierheims, dessen Altbau den Expansionsbestrebungen des Edeka Fleischwerks weichen musste, an seinen neuen Standort südlich der Bundesstraße 83. 2002 erlebte sie die spektakuläre Aufnahme von 15 Huskys mit: Die Schlittenhunde stammten aus einer völlig verwahrlosten Zucht in der Nähe von Bad Münder, wo das örtliche Veterinäramt fast 70 Hunde in einem grauenhaften Zustand vorgefunden hatte. "Ich könnte heute einfach gar nicht mehr ohne die Tiere leben und arbeiten", erklärt Brigitte Frey ihr nach wie vor ungebrochenes Engagement für die Vierbeiner. "Eigentlich wollte ich diese Funktion gar nicht so lange ausüben. Aber wenn man dann einmal Kontakt mit den Tieren hat, kommt man nicht mehrdavon los." Bis vor wenigen Jahren war Brigitte Frey auch für die unter dem Dach des Tierheims beheimatete Igelstation zuständig: "Um vier Uhr morgens bin ich aufgestanden, und um 12 Uhr mittags war ich üblicherweise mit den Igeln fertig." Inzwischen gibt es die Igelstation aus Kapazitätsgründen nicht mehr. Auch viele traurige Ereignisse haben Brigitte Freys Einsatz für ihre Schützlinge nie wirklich beeinträchtigen können. Dabei gehen die Schicksale von Fund- und Abgabetieren ihr selbst nach so vielen Jahren immer noch an die Nieren. Als traurigstes Ereignis ist ihr das Schicksal eines Dackels in Erinnerung geblieben: "Seine Besitzer haben versucht, ihn in der Nähe der Fischteiche zu ertränken. Wir haben ihn noch aus dem Wasser geholt, konnten ihn aber nicht mehr retten."

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