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Rusbender Ortsbegeher inspizieren Gräben und Entlaster / Schutzplanung "Kleine Wiese" strittig

Ohne Pflege sindÜberflutungen programmiert

Rusbend (bus). Der im Verlauf der Deinser Straße geplante Gehweg, die für das Baugebiet "Kleine Wiese" vorgesehenen Hochwasser-Schutzmaßnahmen und vor allen Dingen Belange der Entsorgung von Oberflächenwasser haben im Mittelpunkt der Ortsbegehung des Ortsrates Rusbend gestanden. Um die zahlreichen Punkte in Augenschein nehmen zu können, bewältigte die von Ortsbürgermeister Andreas Struckmann geführte Gruppe einen großen Teil der Route per Erntefestgespann.

veröffentlicht am 19.11.2008 um 00:00 Uhr

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Die Tour führte, ausgehend vom Dorfgemeinschaftshaus, über die Verbindungen "Auf der Bente", "Deinser Straße", "Im Zuschlag" und "Florianstraße" zum Mittellandkanal, wo den Dükerbauwerken ein spezielles Augenmerk galt. Über "Am Walde", zwei Abstecher in den Schaumburger Wald und "Rusbender Straße" wurde der Rubenkamp angesteuert, um Friedrich Harting einen Besuch abzustatten. Im Anschluss an eine Stippvisite im Hafenareal bildete ein zünftiger Imbiss im "Schäferhof" den Schlusspunkt der mehrstündigen Unternehmung. "Bei etlichen Gräben, insbesondere im Grenzgebiet zur Samtgemeinde Nienstädt, ist die Zuständigkeit ungeklärt", erläuterte Struckmann die Schwerpunktsetzung. Pflege und Unterhaltung würden entweder vernachlässigt oder fänden gar nicht statt. "Falls wir aber Gräben und Entlaster nicht sauber halten, sind die nächsten Überschwemmungen so gut wie programmiert", verdeutlichte der Ortsbürgermeister. Ob das Gebiet "Kleine Wiese" demnächst vor Überschwemmungen sicher sein wird, konnte im Verlauf der bei Gastgeber Harting geführten Diskussion nicht schlussendlich geklärt werden. Die vom hannoveraner Büro "Geumtec" vorgelegte Hochwasserschutzplanung stößt bei den Betroffenen auf durchaus unterschiedliche Meinungen. "Der Ortsrat hat der aktuellen Variante nur zähneknirschend zugestimmt", rief Struckmann in Erinnerung. Die aus Rusbender Sicht als ideal eingestufte Lösung per voluminösem Rückhaltebecken sei unterdessen wegen diverser Widerstände nicht zu realisieren. Als unstrittig gilt derzeit die Verlegung zusätzlicher Rohre am Durchlass "Deinser Straße" sowie eine veränderte Grabenführung zwischen "Deinser Straße" und Mittellandkanal. Auch um die zwischen "Rubenkamp" und "Deinser Straße" samt Pumpwerk geplante Abflussmulde wird nicht groß gestritten. An der südlich vom "Rubenkamp" vorgesehenen Verwallung, zu der ein Dammbalkenwehr und eine Rampe gehören, scheiden sich indes die Geister. Wenig entspannend auf die Gesamtsituation wirkt sich aus, dass das Konzept ohne Grundbesitzveräußerung nicht umgesetzt werden kann. Härteste Meinung eines Besitzers: "Der Wall kommt hier sowieso nicht hin."



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