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100 Jahre Helikopter - 220 Experten aus aller Welt beim "25. Hubschrauberforum" in Bückeburg

"Ohne Hubschrauber gibt's keine Einsätze"

Bückeburg (rc). "Keine Einsätze, wenn es keine Hubschrauber gibt": Auf diese kurze und knappe Formel hat Brigadegeneral Richard Bolz bei der Eröffnung des "25. Hubschrauberforums" gestern Morgen die Bedeutung der Helikopter und natürlich der Heeresflieger gebracht. Anfangs seien die Heeresflieger vom Rest des Heeres als "Lufttaxi" belächelt worden, heute seien sie aus den Erfordernissen einer modernen Armee nicht mehr wegzudenken.

veröffentlicht am 20.09.2007 um 00:00 Uhr

100 Jahre Hubschrauberflug: Der Vorsitzende des Hubschrauberzent

Rund 220 Experten aus aller Welt tagen seit gestern in Bückeburg zum Thema "100 Jahre Hubschrauberflug - Geschichte und Gegenwart". Entsprechend die Schwerpunkte im Programm: So referierten Oberst a.D. Wolfgang Raschke, Vorsitzender des veranstaltenden Hubschrauberzentrums, sowie der französische General Paul Bonnett über den Beginn des Hubschrauberflugs: aus den Anfängen in chinesischen Schriften aus dem 3. Jahrhundert über Studien Leonardo da Vincis bis zu Plänen von Leger, Breguet oder Cornu, der es schließlich als erster schaffte, die Erdanziehungskraft mit drehenden Flügeln zu überwinden. Seit dem Wochenende ist im Hubschraubermuseummit dem Nachbau des Cornu-Erstflugmodells leibhaftig zu erfahren, wie es damals rund ging. Heutige Anforderungen sehen dagegen ganz anders aus, etwa bei der Frage: Wie können leistungsfähige und gleichzeitig leichte Turbinen entwickelt werden, um schwere Transporthubschrauber in die Luft zu bekommen? Fragen, denen das Forum ebenso nachgeht wie der Nutzung von Simulatoren gestern, heute und morgen oder aber der besseren Zusammenarbeit von Industrie und Militär, etwa während und nach Einsätzen. Probleme, die der Chef der Heeresflieger gerade am eigenen Leib erfährt, weil sich die Einführung des neuen Transporthubschraubers NH-90 noch weiter verzögert hat (wir berichteten). Probleme, auf die Bolz in seiner Begrüßung nur kurz einging. Der Einführungsprozess fließe, "er ist aber komplexer, als wir gedacht haben." Und er sei noch komplexer, wenn zuweilen zuviele Köche in den Topf guckten: "Gut Ding will Weile haben, manchmal mehr." In seinen Begrüßungsworten betonte der Präsident des Hubschrauberforums, der Chef von Eurocopter Deutschland, Ralf Barnscheidt, die Verbundenheit des Hubschrauberzentrums mit den Heeresfliegern und der Stadt Bückeburg: "Bückeburg ist immer Partner und Unterstützer unserer Belange." Worte, die der stellvertretende Bürgermeister Horst Schwarze in seinen Begrüßungsworten aufgriff, als er auf die Bedeutung der Heeresflieger hinwies: größter Arbeitgeber und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Mit der geplanten Erweiterung des Hubschraubermuseums erhalte die Stadt - neben dem Schloss - einen zweiten Anziehungspunkt: "Nehmen Sie gute Ergebnisse mit nach Hause und sich die Zeit, Bückeburg anzuschauen."



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