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Feuerwehr feiert Doppeljubiläum / Jugendfeuerwehr empfängt 16 Gäste-Teams

Ohne Hohenroder Feuerwehr gäbe es die "Eimerfestspiele" nicht mehr

Hohenrode (who). Die Ortsfeuerwehr Hohenrode hat am Wochenende ihren 60. Geburtstag gefeiert und mit Willi Kuhlmann sowie Rudi Sasse konnte Ortsbrandmeister Kai-Uwe Entorf sogar zwei Gründungsmitglieder ehren, die die Geschichte der "Feuerwehr unter der Hünenburg" vom Beginn bis heute persönlich mitverfolgt haben.

veröffentlicht am 24.09.2008 um 00:00 Uhr

Die Möllenbecker Gruppe hat sich mit dem zweiten Platz als beste

Dazu gehören auf jeden Fall die Traditionswettbewerbe nach altem Reglement und mit großem Spaßfaktor, scherzhaft auch "Eimerfestspiele" genannt. Eigentlich gäbe es die wohl nicht mehr in Schaumburgs Süden, wären sie nicht von den Hohenrodern seit 1962 kultiviert und zäh verteidigt worden gegen die Versuche der obersten Feuerwehrleitung, das Spektakel einschlafen zu lassen. Inzwischen haben sich die Traditionswettkämpfe, wie sie in Hohenrode heißen und die der frühere Ortsbrandmeister Rudi begründet hat, einen festen Platz neben den modernen Wettbewerben erobert. Zumindest in den Feuerwehr-Bastionen im Norden und Süden Schaumburgs. Naheliegend, dass die Hohenroder Feuerwehr ihren runden Geburtstag mit dem jährlichen Wettkampfspektakel verbunden und gekrönt hat. 23 Gruppen waren deshalb am Sonnabend in der Hünenburg-Arena angetreten zum minutenschnellen Rennen um Punkte und Pokale. Für diejenigen, die nicht wissen sollten, wie's geht: So schnell wie möglich muss dabei Löschgerät in Stellung gebracht werden, um drei mit Wasser gefüllte Kanister durch Druck aus drei Strahlrohren vom Sockel zu fegen. Den großen Siegerpokal samt Wanderpokal dazu holte sich das Team Rannenberg I vor Möllenbeck und Rannenberg II. Die beiden Frauengruppen aus Antendorf und Bernsen landeten Achtungserfolge mit den Plätzen 15 beziehungsweise 21. Ebenso das Feuerwehr-Team Rinteln, das auf Platz 16 kam. Die Hohenroder Jugendfeuerwehr richtete zu ihrem 25. Geburtstag einen Orientierungsmarsch aus. Die Mädchen und Jungen der neun Gäste-Gruppen hatten dabei ihren eigenen Start- und Ziel-Ort neben dem Frühschoppen-Festplatz der Erwachsenen. Gewinner des Nachwuchswettbewerbs war das Team aus Krankenhagen vor den Marschierern aus Krankenhagen auf Platz zwei sowie Strücken und Möllenbeck, die sichden dritten Platz teilen mussten. Mit Michael Drewnitzky, Olaf Meyer, Sabine Sasse, geb. Berning, Anke Rothe, geb. Meyer, Olaf Drewnitzky sowie Anja Korf, geb. Rothe, waren auch mehrere Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr dabei. Susanne Sasse war sogar aus ihrem heutigen Wohnort Hamburg angereist. Bei manchem Spaß, den es in der Feuerwehr gibt, werden die Männer und Frauen im aktiven Dienst immer wieder mit Einsatzsituationen konfrontiert, die sie an die Grenze der Belastbarkeit bringen. So mahnte der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann. Den Hohenroder Feuerwehrleuten selber stand dabei der schwere Verkehrsunfall am Ortsausgang mit zwei Todesfolgen noch deutlich vor Augen. Diskussionenüber Zusammenlegung kleinerer Ortsfeuerwehren seien nicht angebracht, betonte Kuhlmann: "Das bedeutet am Ende weniger Mitglieder und weniger Engagement im Ehrenamt." Rintelns stellvertretender Bürgermeister Karl Lange wollte es noch drastischer ausdrücken: "Wer daran denkt, die Ortsfeuerwehren abzuschaffen, der sollte mal den Arzt wechseln."

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