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Owoki-Kinder zu Gast beim Fischereiverein Schaumburg-Lippe / Workshop am Mittellandkanal

Ohne Geduld wird niemand erfolgreicher Angler

Obernkirchen (sig). Auch bei den Ferienspaßaktionen kann man durchaus mal eingefahrene Wege verlassen. So dachte sich jedenfalls das Obernkirchener Owoki-Team. Dabei kam ihm eine Begegnung zur Hilfe, die schon einige Zeit zurückliegt. Jugendleiter aus verschiedenen Bereichen trafen sich am bayerischen Frossee zu einem Lehrgang. Mit dabeiwaren Obernkirchens Stadtjugendpfleger Erhard Vinke als Lehrkraft und Lucas Seeger (Niederwöhren), Uwe Wolff (Wendthagen) und Alexander Maranca (Bückeburg) - alle drei verstehen etwas vom Angeln. Resultat: Jetzt gab es am Sonnabend den ersten Angel-Workshop für Owoki-Teilnehmer.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:18 Uhr

Zur richtigen Einweisung gehört auch eine Übersicht über die hei

Eines war von Beginn an klar: Das war nicht ein Angebot für einige wenige Stunden oder einen Nachmittag. Wer dabei mitmachen wollte, sollte Zeit mitbringen. Das ist bekanntlich etwas, was Angler immer haben müssen. Auf Befehl beißt keiner an. Dass sich dafür dreizehn Kinder angemeldet haben, war eigentlich nicht zu erwarten. Bekanntlich sind sie im Alter zwischen neun und dreizehn Jahren immer reichlich ungeduldig, zumindest aber nicht stundenlang sesshaft. Am Sonnabend bei der Abfahrt mit drei Autos fehlten dann einige, die es vielleicht ins Schwimmbad gelockt hatte. Aber diejenigen, die dabei waren, hatten auch wirklich Spaß an der Aktion. Gemeinsames Fahrtziel war der Hafen in Pollhagen. Gleich neben dem Kornspeicher des Raiffeisenverbandes hatte der Fischereiverein Schaumburg-Lippe sein Domizil aufgeschlagen. Dort gab es dann auch die erste fachliche Einweisungüber die Technik des Angelns, über die gesetzlichen Vorschriften, aber auch über die Fischarten, die es in den heimischen Gewässern gibt. Im Mittelland kanal trifft man zurzeit vornehmlich Weißfische und Aale an. Forellen gibt es nur in klaren Gebirgswässern unds Bächen wie die Bückeburger Aue. Der Fischereiverein Schaumburg-Lippe, so berichtete dessen Vorsitzender, Günter Steierberg, setze im Laufe des Jahres auch junge Weißfische aus, wozu Rotaugen, Rotfedern und Brassen gehören, aber auch Zander und Barsche, die wiederum zur Kategorie der Raubfische gezählt werden. Die Mitglieder des heimischen Vereins haben sich per Vertrag mit dem Schiffahrtsamt Minden für zwölf Jahre die Fischereirechte am Mittelkanal im 22 Kilometer langen Abschnitt zwischen Berenbusch und Nienbrügge gesichert. Sie dürfen außerdem in der Bückeburger Aue angeln - von der Quelle bis zur niedersächsischen Landesgrenze. Die Sportfischer erhalten spezielle Bescheinigungen. Die Owoki-Kinder bekamen an diesem Morgen ebenfalls eine Sondergenehmigung für ihre Erstlingsversuche, die mit einigen Geduldsproben verbunden waren. Die Kinder (diesmal nur Jungen) wurden auch damit vertraut gemacht, welche Köder für welche Fischarten einzusetzen sind. Und - was besonders wichtig ist - sie lernten außerdem den schonenden Umgang mit der Natur kennen. Angler haben (ebenso wie alle Spaziergänger und Radfahrer) keine Getränkedosen und leere Tüten an ihren Standorten zu hinterlassen.

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