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Schon wieder schwerer Verkehrsunfall auf der A 2 / Polizei ermittelt gegen beteiligten Stadthäger

Ohne Führerschein - dafür mit Alkohol im Blut

Bad Nenndorf (bab/sim). Ein 33-jähriger Mann aus Stadthagen ist alkoholisiert und ohne Führerschein auf der Autobahn 2 zwischen Bad Nenndorf und Kolenfeld in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Der Stadthäger und der Fahrer eines Sattelzuges wurden dabei leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von 110 000 Euro. Zeugenaussagen zufolge hat sich der Stadthäger am Unfallort zudem noch eine Flasche Bier genehmigt.

veröffentlicht am 25.11.2006 um 00:00 Uhr

Nach der Kollision auf der A 2 blieb der verunglückte Sattelzug

Wie die Polizei mitteilt, ist der 33-Jährige am Donnerstagabend gegen 23.20 Uhr mit einem Hyundai-Pkw auf der rechten Spur A 2 in Fahrtrichtung Berlin unterwegs gewesen, als sich vor ihm ein Wohnwagenanhänger aufschaukelte. Dieser gehörte dem 23-jährigen polnischen Fahrer eines VW. Der Stadthäger habe daraufhin stark abbremsen müssen, um eine Kollision zu vermeiden. Bei diesem Manöver geriet das Auto des Mannes aus Stadthagen ebenfalls ins Schleudern. Ein 41-jähriger Brummifahrer, der mit seinem Sattelzug ebenfalls in Fahrtrichtung Berlin unterwegs war, versuchte zunächst, dem Hyundai auszuweichen. Dennoch kam es zu einer Kollision. Danach kam der Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb letztlich auf kompletter Länge aufdem Dach liegen. Auch das Auto des Stadthägers wurde nach rechts von der Straße geschleudert. Der Wohnwagen des 23-jährigen Polen löste sich von dem VW und blieb rechts neben der Fahrbahn im Graben liegen. Der Hyundai- und der Sattelzugfahrer wurden leicht verletzt und ambulant behandelt. Die Situation ist dumm gelaufen für den Autofahrer aus dem Landkreis Schaumburg: Als ihn ein Polizist nach Verletzungen befragen wollte, setzte der Mann eine Bierflasche an die Lippen und nahm ein paar Schlucke, bevor ihn der Beamte daran hindern konnte. Vermutlich wollte er eine Alkoholisierung vertuschen - aus gutem Grund, wie sich schnell herausstellte: Schon seit zehn Jahren hatte der Mann nach ersten Angaben der Polizei keine Fahr erlaubnis mehr. Die war ihm wegen Trunkenheit am Steuer entzogen und nicht wieder erteilt worden. Polizisten brachten den Schaumburger direkt von der Unfallstelle zur Blutentnahme, um nachweisen zu können, dass der Mann schon vor dem Unfall alkoholisiert war. Auch seine Frau wird demnächst Post vom Staatsanwalt bekommen: Ihr gehört der Wagen. Die Polizei geht bei ihren Ermittlungen von der Annahme aus, dass sie ihrem Mann den Wagen bewusst überlassen und damit als Halterin eine Straftat begangen hat. Zur Bergung des Sattelzuges sperrten die Einsatzkräfte die rechte und die mittlere Fahrspur bis gestern Morgen um 7 Uhr. Insgesamt entstand Sachschaden von etwa 110 000 Euro.

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