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Seit Jahresbeginn ist auf Baustellen Sozialversicherungs-Ausweis Pflicht / Es drohen hohe Bußgelder

Ohne Ausweis wird's für Bauarbeiter teuer

Landkreis (rd). Ausweiskontrollen auf Baustellen: Bauarbeiter im Schaumburger Land müssen jetzt ihren Sozialversicherungs-Ausweis immer in der Tasche haben. Ansonsten drohen hohe Bußgelder.

veröffentlicht am 22.02.2008 um 00:00 Uhr

Ausweispflicht auf Baustellen: Seit Anfang des Jahres müssen Bau

"Bis zu 1000 Euro kann es kosten, wenn der Zoll einen Beschäftigten ohne Ausweis erwischt", warnt Werner Giesemann von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Niedersachsen-Mitte. Das gelte unter anderem auch für die Beschäftigten in der Gebäudereinigung und in der Forstwirtschaft. "Ab sofort ist es nicht mehr möglich, den Zollbeamten stattdessen den Personalausweis vorzulegen. Leider haben es viele Arbeitgeber bisher versäumt, ihre Beschäftigten auf diese neue Regelung hinzuweisen", so Giesemann. Seit Anfang des Jahres ist die Ausweispflicht in Kraft. Sie soll helfen, die Schwarzarbeit in diesen Branchen einzudämmen. "Dieses Ziel unterstützen wir natürlich nach allen Kräften", sagt Werner Giesemann. Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Niedersachsen Mitte kritisierte allerdings, dass mit der neuen Regelung vornehmlich die Beschäftigten ins Visier der Zoll-Fahnder rückten. "Es darf nicht sein, dass ein Bauarbeiter, der seinen Ausweis in die falsche Jacke gesteckt hat, auf einmal an den Pranger gestellt und zur Kasse gebeten wird", betont Giesemann. Im Kampf gegen die Schwarzarbeit seien nicht die Beschäftigten die Gegner: "Es sind die Dumping-Firmen, die auf dem Rücken der Arbeitnehmer hohe Extragewinne einfahren. Hier muss endlich mit harter Hand durchgegriffen werden", so der Gewerkschafter. Ziel sei es, Dumping-Firmen für lange Zeit aus dem Verkehr zu ziehen. "Das gilt auch für die Unternehmen, die Dumping-Firmen als Subunternehmen anheuern. Außerdem stehen die Auftraggeber in der Verantwortung. Sie können schwarze Schafe leicht erkennen: Wenn eine Firma alle Konkurrenten deutlich unterbietet, dann ist da wasfaul", betont der Bezirksverbandsvorsitzende. Die Schattenwirtschaft sei ein Sumpf, der endlich trockengelegt werden müsse.



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