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In den 60er Jahren hatte der Hamelner Skiclub knapp 600 Mitglieder / Heute viele Individualisten

Ohne Übungsleiter keine Nachwuchsarbeit

Hameln (rhs). Trotz eines prall gefüllten Jahreskalenders mit den unterschiedlichsten Angeboten leidet auch der Hamelner Ski-Club unter Mitgliederschwund. Von den derzeit 106 Wintersportfreunden sind die meisten älter als 50 Jahre. Der 1969 gegründete Verein hatte in den 70er und 80er Jahren fast 600 Mitglieder.Die Gründe für die nachlassende Attraktivität sind schnell gefunden. Das „Kerngeschäft“, der Wintersport, findet nur noch individuell und nicht mehr in Gemeinschaft statt. „Starteten früher zwei oder drei Busse bei guter Schneelage im Winter in den Harz, so reicht es heute nicht mal mehr für einen Kleinbus“, sagte die Vorsitzende Heidi Bültemeier. „Stattdessen wird mit dem Pkw gefahren, wodurch das früher so geschätzte Vereinsleben und die Kommunikation im Bus, auf der Piste oder Loipe fast vollständig zum Erliegen gekommen ist“, bedauert auch Tourenwart Hans-Jörg Redeker die negative Entwicklung.

veröffentlicht am 05.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:21 Uhr

Trotzdem konnte er auch diesmal wieder 14 Tourenabzeichen überreichen. In der Vereins-Tourenwertung landete der Ski-Club mit 9806 Punkten hinter Hildesheim und Peine auf Platz drei.

Da Jugendlich heute meist den alpinen Skisport bevorzugen und der Verein seit Jahren keinen Übungsleiter mehr bieten kann, ist auch die Nachwuchsarbeit zum Erliegen gekommen. Die Überalterung im Verein schreitet damit weiter fort.

Erfreulich allerdings, dass das Angebot für die „gestandenen Semester“ noch weiter ausgebaut worden ist. So wurde kräftig die Trommel für das noch nicht so bekannte Schneeschuhlaufen gerührt, ein Freizeitvergnügen, mit dem sich auf kurzen Brettern mit vorn angebrachten Fronthaken größte Steigungen und jedes Gefälle abseits der Pisten und Wege bewältigen lässt. Für den Sommer hält der Ski-Club am Waldlauf im Klüt fest. Bietet Abend- und ausgesuchte Tages- und Mehrtages-Touren mit dem Fahrrad an, lädt zu ausgedehnte Wanderungen im Weserbergland sowie in den Alpen ein und besucht Nordic Walking-Veranstaltungen.

In Vorbereitung auf die Wintersaison beginnt am 26. September in der Sporthalle Königstraße die Skigymnastik. Und sollte es Ende November wieder so viel Schnee geben wie im letzten Jahr, dann wird auch wieder bis Ende Februar in den Harz gefahren.

Für Alpenfans gibt es Ende Januar darüber hinaus eine Ski-Freizeit zur Seiser-Alm nach Südtirol mit ihren vielen Abfahrten und Loipen.

Der Verein, der im letzten Jahr wegen geringerer Ausgaben ein erhebliches Plus in der Kasse hatte, muss künftig auf seinen Schatzmeister Michael Bufé verzichten, der nach neun Jahren Amtszeit seinen Posten an Martin Heinke abgegeben hat. Und im nächsten Jahr will auch Hans-Jörg Redeker seinen Tourenwartposten in jüngere Hände legen. Von den Mitgliedern, die bereits 25 Jahre im Verein sind, waren nur wenige erschienen, sodass nur Irene Wilke und Elisabeth Doerks die Urkunde aus den Händen der Vorsitzenden in Empfang nehmen konnten.



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