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Im Landkreis künftig eine Förderschule weniger

Obernkirchen: Schwerpunkt Lernen läuft ab 2009 aus

Landkreis (ssr). Die Zahl der Förderschulen mit Schwerpunkt Lernen im Landkreis soll um eine auf nur noch zwei (in Stadthagen und Rinteln) reduziert werden. Der Schulausschuss des Kreistags hat die Verwaltung beauftragt, "dieses mit den Betroffenen zu erörtern, um anschließend das Verfahren zur Aufhebung der Förderschule Obernkirchen einzuleiten".

veröffentlicht am 13.12.2008 um 00:00 Uhr

Hintergrund sind stark sinkende Schülerzahlen für Förderschulen, die sich um Kinder mit auffälligen Lernproblemen kümmern. Nach einer Statistik des Schulamtes hatte die Zahl dieser Schüler im Schuljahr 2005/06 landkreisweit noch 456 betragen, für das kommende Schuljahr 2009/10 sind aber nur noch 238 prognostiziert. Hintergrund für diese Tendenz ist die Neustrukturierung der sonderpädagogischen Förderung, die in Schaumburg seit 2006 konsequent aufgebaut wird. Nach diesem Konzept werden Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, soweit es irgend geht, nicht mehr an Förderschulen überwiesen, sondern ortsnah in Grundschulen unterrichtet. Diesen stehen Sonderpädagogen zur Verfügung, die mit festgesetzten Stundenkontingenten von den Förderschulen gestellt werden. "Zwischenzeitlich ist diese sonderpädagogische Grundversorgung im Landkreis flächendeckend eingeführt und wird nach Aussage der Landesschulbehörde überall erfolgreich praktiziert", heißt es in einer Tischvorlage des Kreisschulamtes. Darüber hinaus setzen nach Auskunft des Schulamtes immer mehr Eltern ihre Forderung nach integrativer Beschulung ihrer Kinder in der Sekundarstufe I durch. Außer der IGS bieten mittlerweile auch etliche andere weiterführende Schulen Integrationsklassen an. Der Trend dürfte sich mit der Einrichtungvon drei neuen IGS weiter verstärken. Bei den zu erwartenden Schülerzahlen könne "auf Dauer ein differenziertes pä dagogisches Angebot an keiner Förderschule mehr vorgehalten werden", so das Schulamt. Demnach müssten Klassen zunehmend jahrgangsübergreifend zusammengelegt werden, "was einer sonderpädagogisch sinnvollen Förderung nicht entspricht". Daher sei es nötig, möglichst schon zum 1. August 2009 die Förderschule in Obernkirchen aufzulösen. Das heißt, dass die Klassen 5 bis 10 Jahr für Jahr auslaufen. Dann würde es noch eine Förderschule mit Schwerpunkt Lernen im Nordkreis (Stadthagen) und eine für den Südkreis (Rinteln) geben. Die landkreisweit einzige Primarstufe für lernbehinderte Kinder in Obernkirchen soll "vorerst" verbleiben. Wie lange noch, scheint fraglich zu sein, denn die Prognose verzeichnet für das Schuljahr 2011/12 für diese Primarstufe nur noch zwei Kinder pro Jahrgang.



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