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Obamacare und Trumps Pläne: Die Unterschiede

Washington (dpa) - Donald Trump muss seine Pläne füt eine Gesundheitsreform vorerst auf Eis legen. Zu viele republikanische Senatoren wollen «Trumpcare» nicht mittragen.

veröffentlicht am 18.07.2017 um 11:40 Uhr
aktualisiert am 21.07.2017 um 04:40 Uhr

Demonstranten protestieren in Salt Lake City gegen den Gesetzesentwurf der Repubikaner für die Neuordnung der Krankenversicherung. Foto: Rick Bowmer

Die fünf größten Steine des Anstoßes:

- Medicaid: Die Grundversorgung für sozial Schwache, die es seit vielen Jahren gibt, wurde unter Präsident Barack Obama veredelt. In Trumps Entwurf soll sie von 2020 an deutlich gekürzt werden.

- Grundleistungen: Unter Obamacare muss jede Versicherungspolice eine Grundversorgung gewährleisten, etwa Krebsbehandlungen, Frauenarztleistungen und Vorsorgeuntersuchungen. Trumps Pläne sehen vor, dass die Bundesstaaten aussuchen können, welche Leistungen auf ihrem Gebiet verpflichtend sind.

- Arbeitgeber: Die meisten Unternehmen müssen in den USA ihre Mitarbeiter versichern - oder Strafe zahlen. Diese Pflicht soll bei Trump wegfallen.

- Versicherungspflicht: Bisher muss jeder, der sich nicht versichert, eine Strafe über höhere Steuern zahlen. Unter Trump soll dies erst nach 63 Tagen einsetzen - nicht mehr über Steuern, sondern über höhere Tarife.

- Steuervorteile: Obamacare hat eine Bremse bei der steuerlichen Absetzbarkeit eingebaut: Nur dann kann die Krankenversicherung steuerlich geltend gemacht, wenn sie zehn Prozent des Jahresbruttos übersteigt. Trump will die Bremse herausnehmen. Damit hätten auch Besserverdienende einen Steuervorteil.

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