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Gesunde Hunde und Katzen vertragen beides / Vorsicht bei Übergewicht

Ob nass oder trocken: Das Futter ist Geschmackssache

In 15 Millionen deutschen Haushalten – und das sind immerhin mehr als ein Drittel der Gesamtanzahl – leben Tiere, so eine Erhebung von GfK ConsumerScan aus 2010. Das bedeutet, dass etwa 8,2 Millionen Katzen, 5,4 Millionen Hunde und unzählige Kleintiere geliebt und versorgt werden wollen.

veröffentlicht am 29.01.2011 um 05:01 Uhr

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Allerdings lässt sich eine besorgniserregende Entwicklung verzeichnen: Immer mehr Heimtiere sind zu dick. Herrchen (beziehungsweise Frauchen) und Hund sollen sich mit den Jahren immer mehr ähneln – ein Gerücht? Unbestritten ist, dass sich ihr Verhalten aneinander angleicht. Schon bei der Auswahl der Rasse ist oft eine Tendenz erkennbar – ein eher gemütlicher Mensch wird sich kaum ein Energiebündel von Hund anschaffen, und im Zusammenleben wird dann auch der Hund bald die Vorzüge des Sofas erkennen.

Das mag daran liegen, dass Hunde dazu neigen, ihre Herrchen nachzuahmen – das haben Forscher der Universität Wien in Versuchen bewiesen. Aber auch ohne das lenkt der Mensch nun mal die Lebensweise seines Tieres, und wenn er selbst gerne isst und sich wenig bewegt, wird er häufig seinen Hund ebenfalls entsprechend ungesund halten. Die Folgen sind in beiden Fällen gleich: Übergewicht.

In aller Regel benötigen Hund und Katze weitaus weniger Futter, als ihre Menschen glauben. Für eine Katze gilt „60 Kilokalorien pro Kilogramm Gewicht am Tag“ – das sind bei einer durchschnittlichen Katze ungefähr 300 Gramm Fertigkost. Bei Hunden kommt es auf die Größe und natürlich auf den aufgabenbedingten Energiebedarf an. Es gibt dabei auch rassenspezifische Unterschiede: Ein ruhiger Golden Retriever braucht weniger Energie als der Wirbelwind Jack-Russell-Terrier.

Dabei ist das Angebot an hochwertigem Fertigfutter für Heimtiere heutzutage beinahe unbegrenzt. Ganze Industrien leben davon, dass sich Tierhalter bemühen, ihre Lieblinge nach optimalsten und modernsten Gesichtspunkten zu ernähren und zu pflegen.

Immer wieder entbrennt dabei allerdings die Diskussion, was für Hund oder Katze wirklich besser ist: Nassfutter aus der Dose oder die natürlich einfacher zu handhabende Trockennahrung. „Bei gesunden Tieren ist es ernährungswissenschaftlich völlig egal“, meint Prof. Dr. med. vet. Josef Kamphues von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Hier könne man sich durchaus von rein praktischen Gesichtspunkten leiten lassen: „Bei der Futtermenge, die ein gesunder, großer Hund täglich benötigt, greift man allein schon aus finanziellen Gründen bald zum Trockenprodukt, und das ist auch völlig in Ordnung so.“

Hochwertige Fertignahrung, ob nun feucht, halbfeucht oder trocken, enthält in der Regel alles, was das Tier braucht – es ist also reine „Geschmackssache“, was man wählt. Lediglich bei der Dosierung muss beachtet werden, dass Trockenfutter als konzentriertes Produkt mit maximal 14 Prozent Wasseranteil sehr viel sparsamer gegeben wird als Nassfutter, dessen Menge sich im Magen des Tieres ja nicht mehr vervielfacht. Außerdem ist bei Trockenfütterung besonders sorgfältig darauf zu achten, dass immer genug frisches Trinkwasser zur Verfügung steht, und das Tier auch wirklich ausreichend trinkt.



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